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Anlage U - Warum kann mein Mann Unterhalt absetzen, den er nie gezahlt hat?


15.03.2005 14:51 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo !

Ich habe mich im Jahre 2000 von meinem Ex-Mann getrennt (bin seit 2002 geschieden).
Im Jahre 2001 habe ich meinem Ex-Mann die Anlage U unterschrieben, ich war Anfangs skeptisch, aber meine Anwältin riet mir dazu!
Grund für die Anlage U war, dass mir mein Ex-Mann 8,500 DM überwiesen hat, die als Unterhalt dienen sollten. Ich habe diesen Betrag allerdings komplett an das Sozialamt weiterleiten müssen, da ich zu diesem Zeitpunkt Sozialhilfe bezog!
Ich habe die Jahre 2001,2002´und 2003 meine Steuererklärungen abgegeben und bin hier mit +/- 0,00 € eingestuft worden, da ich mich in einer Umschulung befand und nur vom Arbeitsamt Leistung bezog!
Heute erhielt ich einen Beschied vom Finanzamt, indem der Steuerbescheid aus dem Jahre 2002 widerrufen wird und ich auf den Höchsatz von 13805,00 € für "Einnahmen aus Unterhaltsleistungen" Steuern zurückzahlen soll.
Nachdem ich beim Finanzamt angerufen habe, habe ich erfahren dass diese Anlage U nie widerrufen worden ist und ich dieses jetzt auch erst zum Jahre 2006 tun kann.
Mein Problem ist, dass meine Anwältin mich zu diesem Wideruf nicht aufgeklärt hat!
Des weiteren ist keine Unterhaltzahlung ausser die im Jahre 2001 s.o. geflossen.
Im Jahre 2002 sind wir beim Notar gewesen und haben dort vereinbart, dass ich eine einmalige Zahlung "Zugewinnausgleich" erhalte und wir gegenseitig auf Unterhalt verzichten, auch in der Not!

Meine Fragen:
Warum kann mein Mann Unterhalt absetzen, den er nie gezahlt hat?
Warum muß ich diesen zurückzahlen ?
Was kann ich tun, Einspruch und Die Widerrufung habe ich bereits eingeleitet !
Ich habe 2004 und 2005 sehr viel Geld verdient, muss ich hier mit Ärger rechnen?
Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihr Mann kann natürlich keinen Unterhalts absetzen, den er nicht gezahlt hat.

Wichtig ist es zu wissen, was Sie mit ersten Unterzeichnung der Anlage U unterschrieben haben.

Ihrem Sachverhalt entnehme ich, dass es wohl auch die Bestätigung gewesen ist, diese Zahlungen, die Sie aber nur einmal erhalten haben, fortlaufend zu beziehen. Sie weisen schon auf den Widerruf hin den Sie bereits erhoben haben. Dieses ist auch genau richtig.

Sie sollten aber darauf bestehen, dass dieser Widerruf nicht erst für die Erklärung 2006 gilt, sondern natürlich für sämtliche Erklärungen der vergangenen Jahre.

Da Sie keinen Unterhalt erhalten haben, ist Ihr Mann auch nicht berechtigt, Unterhalt abzusetzen. Dieses sollte auch dem Finanzamt gegenüber klar gemacht werden, auch wenn Ihr Mann dadurch Nachteile erleiden hönnte.

Sie müssen Steuern nachzahlen, weil nachträglich der gezahlte,bzw. angegebene Unterhalt als Ihr Einkommen berücksichtigt wird.

Grundsätzlich wird es auch so gehandhabt, dass die Anlage U nur gegen die schriftliche Erklärung hergegeben wird, dass man von den Nachteilen der Steuererhebung freigestellt wird. Das bedeutet zwar, dass die nacherhobene Steuer gezahlt werden muss, der andere Teil aber diese zu erstatten hat. Überprüfen Sie Ihre Unterlagen noch einmal, ob es eine soclhe Freistellungserklärung gibt.

Wenn Ihr Mann auch für die Jahre 2004 und 2005 die Erklärung fehlerhaft verwendet, kann es zu einer Steuererhöhung für Sie kommen. Deswegen ist es wichtig, sich sofort nochmals an das Finanzamt zu wenden, oder auch vor Ort einen Kollegen aufzusuchen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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