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Anlage EÜR, Rumpfwirtschaftjahr bei Wegzug?


| 27.11.2016 21:14 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Florian Bretzel



Guten Tag,

Im Jahr 2015 war ich nur ein Teil des Jahres unbeschränkt Steuerpflichting. Im August habe ich meine Wohnung in Deutschland aufgegeben, mich abgemeldet und eine neue Arbeit in meinem Heimatland aufgenommen. Während meiner Aufenthalt in Deutschland, war ich freiberuflich Tätig, und werde mit meiner Steuererklärung auch Anlage S + Anlage EÜR abgeben. Meine Fragen sind:

1. Ist das Wirtschaftsjahr in meinem Fall das Kalenderjahr 2015, oder handelt es sich um ein Rumpfwirtschaftsjahr das nur bis meinem Wegzug läuft? Sollte ich diese Tatsache auch automatisch nachweisen bei der Abgabe meiner Steuererklärung?

2. Ich habe meine Steuererklärung und alle Anlagen schon elektronisch übermittelt, aber ich habe die komprimierte Steuererklärung mit meiner Unterschrift noch nicht eingereicht. In der Anlage EÜR habe ich das Kästchen Wirtschaftsjahr = Kalenderjahr 2015 angekreuzt. Wenn das nicht der Fall ist, darf ich diese Abgabe noch korrigieren, eine weitere Anlage EÜR ausfüllen und diese korrigierte Anlage EÜR bei dem Finanzamt abgeben?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Für Sie als freiberuflich Tätigen gibt es kein "Rumpfgeschäftsjahr", Ihr Geschäftsjahr entspricht immer dem Kalenderjahr, was gleichzeitig auch das Steuerjahr ist. In Ihrem Fall haben Sie einfach nur in einem Teil des Jahres 2015 Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit erzielt. Ihre Steuererklärung ist damit - nach dem, was Sie hier schildern - richtig und nicht zu korrigieren. Sie müssen aber dem Finanzamt die Aufgabe der Tätigkeit gesondert anzeigen (formloses Schreiben), damit man nicht weiterhin von Ihnen Umsatzsteuervoranmeldungen fordert. Das Finanzamt wird Ihnen dann einen Fragebogen zukommen lassen, in dem Sie einige Detailangaben zur Betriebsaufgabe machen müssen (etwa zum Verbleib der Wirtschaftsgüter, sofern hierfür Abschreibungen geltend gemacht wurden).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 28.11.2016 | 12:27


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