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Anklageschrift zugesandt - Eröffnung des HV beantragt, ist ein Strafbefehl noch möglich?

| 22.01.2015 19:31 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Benjamin Pethö


Zusammenfassung: Erlass eines Strafbefehls nach Anklageerhebung

Hallo,

Habe heute die Anklagschrift wegen Par 184 b Abs 4 , 184 c Abs 4 , 74 StGB erhalten. Ist jetzt noch die Vermeidung des Hauptverfahrens durch Strafbefehl möglich ? Es handelt sich um 29 Bilder.
Ist jeder Anwalt für Strafrecht geeignet und ist ein Onlineanwalt genauso geeignet wie ein Anwalt vor Ort. Wie teuer wäre so etwas ca (ohne Hauptverhandlung).

Einsatz editiert am 22.01.2015 19:41:29

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Möglichkeit nach Anklageerhebung noch einen Strafbefehl zu erlassen, gibt es nur dann, wenn der Angeklagte für die Hauptverhandlung ordnungsgemäß geladen worden ist und die sonstigen Voraussetzungen für den Erlass eines Haftbefehls vorliegen, vgl. § 408a StPO. Die sonstigen Voraussetzungen sind, dass der Tatvorwurf keine besonderen Schwierigkeiten rechtlicher und tatsächlicher Natur aufweist - dass ich ohne die Akte gesichtet zu haben, von hieraus nicht beurteilen kann- und es sich bei den vorgeworfenen Taten um Vergehen handelt. Vergehen sind solche Taten, wo die Mindeststrafe unter ein Jahr beträgt. Diese Voraussetzung hätte bei denen Ihnen vorgeworfenen Taten vorgelegen.

Die Vorarbeit auf ein Strafbefehlsverfahren hinzuwirken, hätte unter anwaltlicher Mitwirkung aber im Ermittlungsverfahren stattfinden müssen. Eine Hauptverhandlung wird sich nun nicht mehr vermeiden lassen.

Die Beauftragung eines Verteidigers möchte ich Ihnen dringend empfehlen. Zu einem können Sie nur über einen Verteidiger Akteneinsicht gelangen und sich somit auf den gleichen Wissensstand, wie die Strafverfolgungsbehörden bringen. Zum anderen werden Sie vor dem Hintergrund der Beweissituation eine Verteidigungsstrategie besprechen (beispielsweise Schweigen oder die Abgabe einer geständigen Einlassung).

Wir sind eine auf das gesamte Strafrecht spezialisierte Kanzlei in Hannover mit langjähriger Erfahrung. Gerne beraten wir Sie eingehend. Die anwaltlichen Gebühren betragen nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz ohne Hauptverhandlung etwa 500,00 € mit einem Hauptverhandlungstag etwa 800,00 € ohne etwaige Fahrtkosten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Pethö
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 22.01.2015 | 21:47

Sehr geehrter Herr Pethö,

Vielen Dank für die Antwort. Den ersten Teil verstehe ich nicht richtig . Ich bin nicht geladen worden, mir ist nur die Anklageschrift übersandt worden mit dem Hinweis : " Das Gericht hat zunächst über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden "
Ändert das etwas an meiner Hauptfrage , ob sich das Hauptverfahren noch vermeiden lässt ?

Vielen Dank im Vorraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.01.2015 | 21:59

Die Ladung wird Ihnen erst zugestellt, wenn der Termin für die Hauptverhandlung steht. Die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens ist nur noch eine Formalie. In sehr wenigen Fällen scheitert hieran das Hauptverfahren. Insoweit kann ich Ihnen leider auch diesbezüglich keine andere Antwort geben.

Mit freundlichen Grüßen

Pethö
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 22.01.2015 | 22:00

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