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Anklageschrift (Strafsache)

10.12.2007 16:05 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


18:57

Mein Stiefsohn wollte sich im Jahr 2006 einen Pkw Mercedes kaufen. Die Finanzierung stand noch nicht. Er hatte einen Kreditvermittler beauftragt, der Ihn aber nur Vertröstet hat. Es kam nicht zur Finanzierung. Der Verkäufer des Autohauses, schloss trotz alldem einen Kaufvertrag mit dem Stiefsohn ab und gab Ihm das Auto mit. Er könne ja dann bezahlen wenn er das Geld habe. Er nutzte den Pkw von Februar bis April 2006. Er gab das Auto dann wieder zurück, da Ihn der Kreditvermittler gelinkt hat und er keinen Ärger mit dem Autohaus haben wollte. Jetzt ist er angeklagt durch die Staatsanwaltschaft wegen des rechtswidrigen Verschaffen eines Vermögensvorteil. Was sollen wir machen? Mein Sohn ist nicht vorbestraft und hat auch noch nie irgendwelche Delikte zu verzeichnen.

10.12.2007 | 16:24

Antwort

von


(233)
Pettenkoferstraße 10a
80336 München
Tel: 089/22843355
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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Vorliegend würde sich empfehlen, über einen Rechtsanwalt, der im Strafrecht tätig ist, (Strafverteidiger) Akteneinsicht bei Gericht zu nehmen.
Denn lediglich nach Kenntnis der Ermittlungsakte kann zum einen die zu erwartende Strafe eingeschätzt werden und zum anderen die Frage geklärt werden, wie weiter vorgegangen werden soll.

Zunächst empfehle ich Ihnen weiterhin, alle über das Geschäft existierenden Schriftstücke zusammen zu tragen. Insbesondere diese über den Kreditvermittlungsvertrag werden voraussichtlich von Interesse sein. Außerdem wäre zu erörtern, ob bei den Gesprächen mit dem Kreditvermittler und/ oder dem Autoverkäufer Zeugen anwesend waren und inwiefern der Verkäufer Kenntnis über den Ablauf des Kreditvermittlungsvertrages hatte.

Die zu erwartende Strafe ist wie bereits erwähnt ohne Kenntnis der Ermittlungsakte nicht abschließend zu beurteilen. Dahingehend wird es vorliegend unter anderem auf den entstandenen Schaden das Aussageverhalten Ihres Sohnes sowie eventuell notwendige Schadenswiedergutmachungen ankommen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

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Rückfrage vom Fragesteller 10.12.2007 | 17:07

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Mein Sohn ist noch in der Ausbildung und hat ein Einkommen von 313 € im Monat. Gibt es eine Möglichkeit eine Unterstützung zu beantragen? Er weiss nicht wie er den Prozeß finanzieren soll mit dem Einkommen. Können Sie uns dabei helfen. Ich weiß, wir wohnen im Land Brandenburg und Sie arbeiten in München. Was würden Sie uns raten? Und können oder besser gesagt, würden Sie uns helfen? Wie sollen wir uns verhalten? Bis zum Dienstag muss er auf das Schreiben von der Staatsanwaltschaft antworten. Das Einschreiben kam am vorigen Dienstag. Wenn Sie uns helfen wollen dann würde ich Ihnen die Unterlagen per Fax zu kommen lassen. DANKE!

mfg

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.12.2007 | 18:57

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, diese beantworte ich Ihnen in wie folgt:

Ich empfehle Ihnen, einen Rechtsanwalt auf vor Ort einzuschalten. Dies ergibt sich bereits auf Grund der zu erwartenden Reisekosten.
Unter Umständen kann mit diesem Kollegen eine Ratenzahlungsvereinbarung über dessen Honorar vereinbart werden.

Eine Unterstützung ähnlich der Prozesskostenhilfe im Zivilrecht existiert für das Strafrecht nicht.

Falls Sie dennoch eine Strafverteidigung durch meine Person wünschen, bitte ich höflich um entsprechende Mitteilung.
So erscheint es durchaus möglich, die Akteneinsicht auch von dieser Stelle aus zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

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ANTWORT VON

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