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Anklage wegen Diebstahl und Betrug mit vestoß des Brief schutzgeheimnisses:


22.02.2007 16:54 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich werde beschuldigt zu einem nicht mehr genau feststellbaren Zeitpunkt vor dem 29.12.2005 aus einem Briefkasten einen zugesandten Brief mit Bankkarte und ein paar Tage später ein Kuvert mit der dazugehörigen PIN. Ich öffnete die verschlossenen Briefe und entnahm die Bankkarte sowie die PIN, um diese missbräuchlich zu verwenden.

Im Zeitraum vom 29.12.2005 bis 09.01.2006 nahm ich unberechtigt drei Abhebungen am Geldautomaten vor und verwendete die Bankkarte in einem Fall zur Zahlung im Lastschriftverwahren.

Im Einzelnen handelt es sich um folgende Fälle:

a) Am 29.12.2005 hob ich mittels der entwendeten EC-Codekarte am Geldautomaten einen Geldbetrag in Höhe von 300,- EUR ab, wobei ich wusste, dass ich zur Verwendung der Codekarte nicht berechtigt war und kein Anspruch auf das Geld habe.

b) Am 30.12.2005 hob ich einen Geldbetrag in Höhe von 370,- EUR ab, wobei ich wiederum wusste, dass ich zur Verwendung der Codekarte nicht berechtigt war und kein Anspruch auf das Geld habe.

c) Am 06.01.2006 tätigte ich ohne Berechtigung mit der entwendeten Bankkarte einen Einkauf im Lastschriftverfahren in Höhe von 59,97.

d) Am 09.01.2006 hob ich einen Geldbetrag in Höhe von 135,- EUR ab, wobei ich wiederum wusste, dass ich zur Verwendung der Codekarte nicht berechtigt war und kein Anspruch auf das Geld habe.

Durch die Belastand des Kontos entstand ein entsprechender Schaden in Gesamthöhe von 864,97 EUR.

Strafbar als Diebstahl in 2 tatmehrheitlichen Fällen jeweils in Tateinheit mit Verletzung des Briefgeheimnisses in Tatmehrheit mit Computerbetrug in 2 Fällen in Tatmehrheit mit Betrug.

Mit welchen Konsequenzen muss ich rechnen und ist es eventuell von Vorteil ein Verteidiger bei der Gerichtverhandlung hinzu zu ziehen? Wenn ja mit welchen Kosten muss ich Rechnen?

Mit freundlichen Grüßen


Aspire
22.02.2007 | 17:19

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage summarisch auf Basis der von Ihnen angegebenen Informationen.

Ich rate Ihnen vorliegend zunächst im eigenen Interesse dringend, sich einen Verteidiger zu nehmen. Nur dieser kann nämlich umfänglich Einsicht in die Ermittlungs- und Gerichtsakte nehmen und Sie daraufin auf Grunlage des Akteninhalts auch sachgerecht verteidigen. Erst wenn fest steht, welche Beweise die Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand hat, kann dann seriös ein Prognose der zu erwartenden Strafe abgegeben werden.

Natürlich kommt es vorliegend neben dem Tatnaachweis auch darauf an, ob Sie bereits vorbelastet sind, ob Sie nach Erwachsenemstrafrecht oder nach Jugendstrafrecht zu behandeln sind, aus welchen Motiven Sie die Taten begangen haben. Aus welchem sozialen Umfeld Sie stammen etc. Ferner ist Ihr Nachtatverhalten zu berücksichtigen. Haben Sie für den Schaden Ersatz geleistet? Haben Sie sich - wenn Sie Tat nachweisbar begangen haben - entschuldigt?

Sollten keine Vorbelastungen bestehen und Sie nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden, erscheint mir bei Nachweis der Taten eine Geldstrafe wahrscheinlich zu sein, deren Höhe zwischen 60 - 100 Tagessätzen liegen dürfte: Da ab 90 Tagessätzen ein Eintrag ins Führungszeugnis erfolgt, was sich hinderlich im Arbeitsleben für Sie auswirken kann, sollten Sie auch aus diesem Grunde Ihre Verteidigung nicht dem Zufall überlassen.

Zu den Kosten:
Natürlich haben Sie im Falle einer Verurteilung die Gerichtskosten zu tragen.

Für das Verfahren in erster Instanz fallen hierbei an:

bei einer Verurteilung zu Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe von (bis zu) 180 Tagessätzen: 120 €.

Im Falle einer Einstellung oder eines Freispruchs fallen regelmäßig keine Gerichtskosten an.

Die Anwaltskosten richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, wobei im Strafrecht sog. Rahmengebühren fällig werden.

Da ich davon ausgehe, dass vorliegend lediglich ein Verhandlungstermin statt findet, errechnen sich die folgenden Mittelgebühren:

Grundgebühr: 165 €
Verfahrensgebühr: 140 €
Terminsgebühr (f. 1 Termin) 230 €
Auslagenpauschale: 20 €

Gesamt: 555 Euro + Umsatzsteuer 19%: = 660,45 Euro

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weiter geholfen zu haben.

Gerne übernehme ich aufgrund der räumlichen Nähe zu Ihnen auf Wunsch Ihre Verteidigung. Die hier entrichtete Gebühr würde dann auf die o.g. Gebühren angerechnet.

Mit freundlichen Grüßen

Fabian Sachse
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 22.02.2007 | 18:11

Sehr geehrter Herr Sachse,

erstmal vielen Dank für Ihre schnelle Bearbeitung. Ich bin am überlegen ob ich mir einen Verteidiger nehmen soll oder nicht.

Mein größtes Problem dabei sehe ich bei den hohen Kosten, die dann auf mich zukommen werden.

Da ich Azubi im dritten Lehrjahr bin und nur 450,- EUR monatlich zu Verfügung habe und davon noch einiges an Fixkosten abgeht muss ich mir erstmal Gedanken über die Bezahlung der Kosten machen.
Ich werde mir Gedanken zum Bezahlen der Kosten machen und mich dann gegebenenfalls bei Ihnen zu melden um Sie um die Angebotene Verteidigung zu bitten.

Was wäre als nächstes zu tun wenn ich Sie um meine Verteidigung bitten würde?

Ergänzung vom Anwalt 22.02.2007 | 18:16

Als nächstes wäre Akteneinsicht zu beantragen, damit noch vor einem Verhandlungstermin die Verteidigungsstrategie besprochen und ggf. schriftlich mit Beweisanträgen gegenüber dem Gericht vorgetragen werden kann.

Bezüglich des Honorars könnte eine Ratenzahlung vereinbart werden. Denkbar wäre etwa eine Regelung, nach der die Summe in monatlichen Raten von 100 Euro gezahlt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Fabian Sachse
Rechtsanwalt
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