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Anklage wegen Betrug lt. § 263, 53 StgB

| 26.04.2007 18:52 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine frage und zwar habe Ich heute eine Anklageschrift bekommen wegen Betrug lt. §263, 53 StgB. Meine Frage ist nur was für Rechtsfolgen bzw Strafen mich zu erwarten haben. Der ganze fall sieht folgend aus,

Ich habe letztes Jahr auf den Namen meines Exfreundes Waren bei Quelle und Neckermann bestellt, und diese Waren an meine Wohnanschrift schicken lassen. (es handelt sich um 4 Bestellungen)Mein Exfreund hatte darüber keine Informationen. Die Ware habe ich auch erhalten und entgegen genommen. lt angklageschrift hätte ich auch mit seinen Namen unterschrieben, das kann ich leider nicht mehr genau bestätigen ob dies so ist. Ich habe die Ware bestellt und wollte auch zahlen, jedoch bin ich später in zahlungsschwierikeiten geraten. und die ganzen sache seinen lauf nahm. Das ganze ist natürlich aufgeflogen als die Gerichtsbeschlüsse meinem Ex zugestellt wurden. Ich habe dann natürlich alles gestanden, und in absprache mit meinem Ex, um ihm nicht weiter in die Scheiße zu reiten, Schriftstücke angefertig und unterschrieben, das die Warenbestellungen ohne sein Wissen und zustimmung erfolgt sind, und habe diese natürlich unterschrieben. Also eine Schuldanerkenntniss bzw Geständnis abgegeben. Danach wurde natürlich Anklage gegen mich erhoben. Sie sollten evt wissen das ich bereits verurteilt wurde wegen Betrug mit Ec-karte ... ich wurde damals zu 40 Tagessätzen a 10 € veruteilt. Welches Strafmaß hat mich nun zu erwarten und wird mein geständniss anerkannt bzw Strafmildern anerkannt?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

I. Bei der Strafzumessung ist zunächst zu berücksichtigen, dass Sie bereits wegen Betruges vorbestraft sind. Sie können daher mit einer höheren Geldstrafe (ca. 90-120 TS) rechnen oder aber einer geringen Freiheitsstrafe auf Bewährung (3-4 Monate). Beachten Sie aber bitte, dass die Strafzumessung grds. Sache des Tatrichters ist und nur bedingt prognostiziert werden kann. Der Eindruck, den der Richter von Ihnen in der Hauptverhandlung bekommen wird, ist entscheidend.

II. Ein Geständnis wird sich strafmildernd auswirken.

III. Der Vollständigkeit halber sollten Sie noch mitteilen, wann Sie wegen Betruges (40 TS) verurteilt wurden, da es sein kann, dass diese Verurteilung aufgrund von Zeitablauf nicht mehr gegen Sie verwertet werden darf.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 26.04.2007 | 20:43

Die Verurteilung bzgl. der Verurteilung war Anfang 2006

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.04.2007 | 20:48

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre ergänzenden Angaben.

Die Verurteilung aus dem Jahre 2006 kann Ihnen leider vorgehalten werden.

Da es sich um zeitlich nahe beianderliegende Betrugstaten handelt, sollten Sie in der Hauptverhandlung versuchen darzulegen, warum weitere Taten nunmehr „ausgeschlossen“ sind. Argumente dafür können z. B. sein: geregeltes Einkommen, feste Partnerschaft, keine Schulden.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

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