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Ankauf von ideeller Hälfte

03.07.2007 21:40 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


08:54

Wir besitzen eine ideelle Hälfte eines größeren Einfamilien-Hauses und wohnen in dem Haus. Der Besitzer der anderen ideelen Hälfte - wir sind nicht verwandt- hat bei uns Schulden, die wir bereits im Grundbuch als Pfändung seines Anteils an dem Haus haben eintragen können. Unser Teil ist lastenfrei.

Wir wollen seinen Teil kaufen.

Wir könnten nun eine Teilungsversteigerung machen, wurde uns gesagt, jedoch haben wir Angst, daß jemand mitbietet und wir dann entweder ausziehen oder sehr viel Geld, nämlich auch für unsere Hälfte, insgesamt bieten müssen, um einen Zuschlag zu erhalten.

Der andere Eigentümer nutzt das Haus zwar nicht, kommt aber mit einem Verkauf seiner Hälfte an uns aus emotionalen Gründen auch nicht weiter, obwohl wir ihm den Verkehrswert bereits geboten haben. Solange blockiert er alles und beteilit sich auch nicht an den Kosten.

Wie kommen wir nun insgesamt an das Haus bzw. seine ideelle Hälfte? Kann man nur seinen ideellen Teil als Gläubiger (Zwangsversteigerung) versteigern lassen? Könnte man andernfalls in einer Teilungsversetigerung Dritte ausschließen( §753, (1) )?
Aus welcher rechtlichen Grundlage ergibt sich die Antwort?

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen


03.07.2007 | 22:15

Antwort

von


(252)
Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: http://www.anwaeltin-heussen.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Wenn Sie bereits ein Grundpfandrecht eingetragen haben, können Sie die Vollstreckung daraus beantragen, sollte der Schuldner seine Schulden nachweislich nicht begleichen. Um Ihnen hier die Schritte sagen zu können, müssen Sie bitte mitteilen, was genau im Grundbuch zur Sicherung Ihrer Rechte eingetragen wurde. Nutzen Sie dafür die kostenlose Nachfragefunktion.
2.Ansonsten bleibt – bei Weigerung des Eigentümers – nur die Teilungsversteigerung.
3.Gemäß § 753 Abs.1 S. 2 BGB sind Dritte bei der Mitsteigerung ausgeschlossen, wenn die Veräußerung unstatthaft ist. Das ist dann der Fall, wenn die Eigentümer entweder vertraglich vereinbart haben, dass für den Fall der Teilungsversteigerung Dritte ausgeschlossen sind oder das Haus per Testament an eine Erbengemeinschaft ging und im Testament Dritte als Mitsteigerer ausgeschlossen wurden. Ist keiner der beiden Fälle einschlägig, können auch Dritte mitsteigern, Palandt, Sprau, zu § 753 Rn 4.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Diep, Rösch & Collegen
Fürstenstraße 3
80333 München
Tel: (089) 89 33 73 11 / (089) 45 75 89 50

info@anwaeltin-heussen.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Rückfrage vom Fragesteller 03.07.2007 | 22:39

Betreffs der Antwort Nr.1:

In Abt. II eingetragen:

Der Teil des (anderen Eigentümers) ist wegen einer Forderung gepfändet zugunsten (wir). Aufrund des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses vom ../../2004 (AG XY) eingetragen am ../../2005.

Die Summe entspricht ca. der Hälfte des Verkehrswertes seiner Hälfte.

Können wir nur in seinen Teil vollstecken?

Vielen Dank für die gute Bearbeitung.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.07.2007 | 08:54

Sie können zwar von dem Miteigentümer die Duldung der Zwangsvollstreckung in "seine" Hälfte verlangen. Die Folgen wären aber, dass in das gesamte Haus vollstreckt wird. Sie hätten sich zur Absicherung seiner Schulden bei Nichtrückzahlung die Übertragung des Eigentums sichern lassen sollen (sofern das in IHrem Fall möglich gewesen ist, was nur bei Kenntnis des gesamten Sachverhaltes beurteilt werden kann). Da Ihr Anspruch auf eine Geldschuld gerichtet ist, könnten Sie diese auch durch Pfändung eines Kontos oder des Arbeitseinkommens. Die Vollstreckung in das Haus kann sich nur auf das gesamte Haus vollziehen und nicht nur auf eine Hälfte. Sie sollten daher versuchen zu erreichen, dass der Schuldner Ihnen seinen noch verbliebenen Anteil verkauft. Sie können vortragen, dass andernfalls die Pfändung des Einkommens erfolgen muss.

Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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