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Anhörung zur beabsichtigten außerordentlichen Kündigung

| 08.07.2015 21:46 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke


Ich habe heute um 8:30 Uhr per Kurier einSchreiben meines Arbeitgebers erhalten mit der o.g. Androhung und Gelegenheit zu einer Stellungnahme bis übermorgen, 15 Uhr.
Ich möchte wissen, ob so eine kurze Frist rechtens ist und was ich unternehmen kann, falls ich morgen keinen Anwaltstermin bekommen kann.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist es nicht Voraussetzung, dass eine Anhörung eines Arbeitnehemers vor Erteilung einer außerordentlichen Kündigung stattfindet, weshalb es dann, wenn es dennoch zu einer solchen kommt, keine bestimmte Frist gibt, die einzuhalten wäre.

Anders ist dies aber in Fällen einer sog. Verdachtskündigung. Von einer solchen spricht man, wenn der Kündigungsgrund in einer schweren Vertragsverletzung oder gar Straftat liegen soll, die von Seiten des Arbeitgebers aber nicht vollständig bewiesen werden kann. Möchte er dann aufgrund des bloßen Verdachts kündigen, muss er alles Zumutbare tun, um den Sachverhalt vorher aufzuklären, wozu es insbesondere gehört, den Arbeitnehmer anzuhören.

In einem solchen Fall muss der Arbeitnehmer jedoch die Gelegenheit haben, sich rechtlich beraten zu lassen und u.U. im Falle einer persönlichen Anhörung den Rechtsanwalt zu diesem Termin hinzuzuziehen oder schriftlich durch einen Anwalt auf die Vorwürfe Stellung nehmen zu lassen.

Richtig ist es, schnellstmöglich einen im Arbeitsrecht tätigen Rechtsanwalt aufzusuchen und diesen Fall mit ihm ausführlich zu besprechen. Sollte Ihnen dies so kurzfristig nicht gelingen, sollten Sie Ihrem Arbeitgeber nachweisbar die Nachricht zukommen lassen, dass Sie zunächst rechtlichen Rat einholen wollen und er Ihnen die gesetzte Stellungnahmefrist angemessen verlängern möge. Geschieht dies dann nicht, erhalten Sie dann also bereits die Kündigung, stehen Ihre Chancen gut, gegen diese dann bereits deswegen vorgehen zu können.

Sollte der Arbeitgeber Sie auffordern, einen Aufhebungsvertrag abzuschließen, sollten Sie dies keinesfalls tun, solange Sie Zweifel daran haben, ob der Arbeitgeber wirklich zu einer außerordentlichen Kündigung berechtigt ist. Das rechtliche Vorgehen gegen einen bereits abgeschlossenen Aufhebungsvertrag ist erheblich schwieriger als das Vorgehen gegen eine unwirksame Kündigung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 09.07.2015 | 00:23

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