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Anhörung zum Hausfriedensbruch

30.01.2013 17:24 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Ich war kurz nach Weihnachten mit einem Freund in einem schon seit Jahren leerstehendem Gebäude. Wir sind dort nachts rein nur um es zu erkunden, weil uns es interessierte. Auf dem Grundstück waren zwar "Betreten Verboten" Schilder, aber wir gingen trotzdem drauf und auch in das Haus hinein. Der Hausmeister des seit Jahren leerstehendem Gebäudes hat wohl die Taschenlampen von uns gesehen und die Polizei informiert. Als wir aus dem Haus rausgingen und in das Auto stiegen, was in unmittelbarer Nähe geparkt war, haben uns 3 Personen, beim Verlassen des Grundstücks beobachtet. Wie sich im nachheinein herausstellte war einer dieser 3 Personen die am Straßenrand standen der Hausmeister des verlassenen Gebäudes, der auch die Polizei alarmierte. Am selben Abend war noch die Polizei bei meinen Eltern, weil ich da noch gemeldet bin und wollte mich anhören, da sie sagten mein Auto wurde in unmittelbarer Nähe des Gebäudes gesehen und sie wollen mich dazu befragen, unter anderem auch, ob ich irgendwas dort geklaut habe, obwohl es dort nicht irgendwas zu klauen gibt. Die Polizei traf mich nicht an, weil ich bei meiner Freundin war. Nun habe ich Post bekommen, dass gegen mich wegen Hausfriedensbruch ermittelt wird und ich zu Anhörung zur Polizeidienststelle kommen soll. Nun zu meiner Frage. Mich hat IN dem Gebäude niemand direkt gesehen oder identifizieren können, es wird meiner Meinung nach, nur ermittelt, dass man gesehen hat, wie ich vom Grundstück ins Auto stieg. Weder beim ein- noch aussteigen des Gebäudes wurden wir meines Wissens nach beobachtet. Man kann mir also nicht nachweisen, dass ich wirklich im Gebäude war. Oder kann anhand der Vermutung das mein Auto genau zu der Zeit, wo Taschenlampenlichter im Gebäude gesehen wurden sind, ein Urteil gesprochen werden, ohne den eindeutigen Beweis zu bringen, dass ich IN dem Gebäude DRIN war. Denn das kann keiner genau sagen. Ich wurde nur beim Verlassen des großflächigen Grundstücks gesehen. Ich hätte ja auch einfach nur meine Notdurft in der Umgebung des Gebäudes verrichten können und andere waren unterdessen in dem Gebäude drin, um mal ein Beispiel zu nennen. Wie ist da die Rechtslage? Was raten sie mir bei der Anhörung zu sagen? Ich tendiere dazu einfach die Aussage zu verweigern, weil meines Erachtens niemand direkt nachweisen kann, dass ich in dem Gebäude drin gewesen bin, es wurden nur aus der Ferne Lichter in dem Gebäude gesehen und man hat mich beim Verlassen des Geländes in den Wagen steigen und losfahren sehen. Danke im voraus.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung der Höhe Ihres Einsatzes und der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt:

§ 123 StGB (Hausfriedensbruch) stellt unter anderem das widerrechtliche Eindringen in die Wohnung, in die Geschäftsräume oder in das befriedete Besitztum eines anderen unter Strafe.

Ob man Sie letztendlich wegen Hausfriedensbruch anklagt, hängt zunächst davon ab, ob die Strafverfolgungsbehörden nach Beendigung des Ermittlungsverfahrens davon ausgehen, dass Sie sich gemäß § 123 StGB strafbar gemacht haben.

Ob die Strafverfolgungsbehörden nach dem Ermittlungsverfahren zu diesem Schluss kommen, hängt von der Beweislage ab. Ohne Einsicht in die Ermittlungsakte genommen zu haben, lassen sich momentan leider nur Mutmaßungen anstellen.

Sollten Sie tatsächlich recht haben, dass es abgesehen davon, dass man Sie beim Verlassen an der Grundstücksgrenze beobachtet hatte, keine weiteren Beweise gegen Sie gibt, könnte es durchaus sinnvoll sein, sich zum Betreten des GEBÄUDES nicht zu äußern.

Hierbei sollten Sie allerdings folgendes beachten: Höchstwahrscheinlich können Sie nicht mit absoluter Sicherheit sagen, wer wirklich was genau beobachtet hatte.

Hätte eine andere Person Gelegenheit gehabt, zeitgleich ungesehen aus dem Gebäude zu verschwinden (jemand muss ja mit den Lampen geleuchtet haben)? Welche Aussage wird Ihr Freund bei der Polizei machen? Werden sie hierdurch vielleicht belastet?

Ihre Nähe am Ort des Gescheghens.

Um diese Risiken auszuschalten und gegebenenfalls bereits im Vorfeld vorausschauend zu handeln, um in dieser Angelegenheit schließlich möglichst erfolgreich zu sein, rate ich Ihnen dringend, durch einen Anwalt Akteneinsicht zu beantragen. Erst danach wird man beurteilen können, ob es sinnvoll ist, bei der Polizei Angaben zur Sache zu machen oder aber besser nicht.

Gerne steht Ihnen hierfür meine Kanzlei im Rahmen einer weiteren Mandatierung zur Seite.

Abschließend möchte ich Sie noch bitten, zu berücksichtigen, dass diese Portal dazu gedacht ist, dass ein Ratsuchender eine erste Einschätzung bezüglich seiner Frage erhält. Das persönliche Gespräch mit einem Anwalt kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Ich hoffe, dass meine Antwort hilfreich für Sie ist und wünsche Ihnen viel Erfolg in dieser Angelegenheit.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus Mainz

Nino Jakovac
- Rechtsanwalt -

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