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Anhörung Kind Familiengericht wg Elterlicher Sorge mit Verfahrensbeistand

14.09.2018 13:29 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


15:50

Zusammenfassung: Das Familiengericht ist nach § 159 FamFG verpflichtet, die betroffenen Kinder anzuhören.

Guten Tag,

ich (Alleinerziehend) habe ein Schreiben vom Familiengericht bekommen, dass ich mein Kind 11 Jahre zu einem Anhörungstermin bringen soll. Beim Termin sind nur der Verfahrensbeistand und der Richter anwesend.

Mein Kind hat den Verfahrensbeistand noch nicht kennengelernt. Bei der Anhörung wäre es das erste Mal.
Mein Kind hat schon gesagt, er will auf keinen Fall zum Termin.

Die Anhörung der Beteiligten ist erst eine Woche später angesetzt.

Das Jugendamt wurde schon zur Stellungnahme gebeten und haben bereits mehrmals schriftlich dem Gericht mitgeteilt, dass eine Kindeswohlgefährdung nach deren Einschätzung nicht vorliegt.

Meine Frage wäre erst einmal: was passiert, wenn mein Kind bei Termin nicht mitkommt?

Vielen Dank für eine Antwort.

Grüsse


14.09.2018 | 14:19

Antwort

von


(407)
Otto-von-Guericke-Str. 53
39104 Magdeburg
Tel: 0391-6223910
Web: http://kanzleifamilienrechtmagdeburg.simplesite.com
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Voranzustellen ist, dass das Gericht nach § 159 FamFG die in einem Sorgerechts- oder Umgangsverfahren betroffenen Kinder persönlich anhören muss. Davon absehen kann das Gericht nur dann, wenn schwerwiegende Gründe gegen eine Anhörung sprechen.

Zum weiteren Verständnis ist auszuführen, dass die Gerichte verpflichtet sind, die Interessen des Kindes im Verfahren zu ermitteln, damit diese bei einer etwaigen gerichtlichen Entscheidung Berücksichtigung finden

Insofern genügt eine Stellungnahme des Jugendamtes sicherlich nicht und wird der Beteiligtenstellung des Kindes nicht gerecht.

Das Kind letztendlich nicht zum Gericht zu bringen, ist im Ergebnis meist für das Verfahren nicht förderlich.

Aus der Ferne lässt sich nicht beurteilen, weshalb Ihr Kind nicht zum Termin will und worum es in der Sache überhaupt geht.

Ich würde Ihnen daher zunächst anraten, das Gericht oder den Verfahrensbeistand zu kontaktieren und mitzuteilen, dass Ihr Kind nicht kommen mag. Regen Sie an, dass vielleicht erst einmal der Verfahrensbeistand zu Besuch kommt, um Ihrem Kind zu zu sprechen und über seine Aufgaben und den Ablauf des Verfahrens zu informieren und Vertrauen aufzubauen, Vielleicht ist es so möglich, Ihr Kind zu ermuntern, an der Anhörung doch noch teilzunehmen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 14.09.2018 | 15:42

Vielen Dank für die schnelle Beantwortung.
Entschuldigen Sie bitte meine 'klare' Formulierung

Alle Informationen - außer "Insofern genügt eine Stellungnahme des Jugendamtes sicherlich nicht " waren mir bereits bekannt.
Ich habe mich in den letzten Wochen intensiv mit der 'Materie' beschäftigt.
Es geht hier nicht um einen Sorgerechtsfall und auch nicht um Gewalt in jeglicher Hinsicht. Weder ich noch mein Kind erwarten irgendeine Entscheidung vom Gericht.

Ich habe einen Antrag beim Gericht gestellt, den bestellten Verfahrensbeistand abzusetzen. Mir ist bekannt, dass es hohe Anforderungen dazu gibt, die ich auch belegt habe. (Es gab noch keine Entscheidung dazu).

Welche Sanktionen kann mir das Gericht auferlegen und was würde schlimmstenfalls passieren, wenn das Gericht meine Argumente und Beweise nicht akzeptiert und auf eine persönliche Anhörung weiterhin mit meinem Kind besteht und ich dies nicht zulasse. Wie gesagt, ich müsste gegen den Willen von meinem Kind die Anhörung durchsetzen.

Ich habe mich bereits bis zu Möglichkeiten einer Verfassungsbeschwerde diesbezüglich informiert. Jedoch finde ich keine detaillierten Informationen über so ein Verfahren......

Mit freundlichen Grüßen






Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.09.2018 | 15:50

Sehr geehrte Fragestellerin,

letzendlich kann die Anhörung des Kindes nicht erzwungen werden. Wenn Ihr Kind sich nicht äußern will und weder mit VB oder Richter sprechen mag, dann besteht keine Möglichkeit, dies zu erzwingen.
Auch Sie können nicht gezwungen werden, Ihr Kind zum Gericht zu bringen, wenn es nicht will.
Es gibt keine Sanktionierungsmöglichkeit. Sie müssen nicht mit Sanktionen rechnen.



ANTWORT VON

(407)

Otto-von-Guericke-Str. 53
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