Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Angestellte geht in Rente - befristete Weiterbeschäftigung /Urlaubsvertretung?

| 21. Dezember 2021 11:58 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


13:38

Eine langjährige, unbefristet in Teilzeit Beschäftigte Mitarbeiterin geht zum 1.1.2022 in Rente. In ihrem Arbeitsvertrag findet sich keine Klausel über die automatische Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Renteneintritt, § 41 S.3 SGB VI ist also nicht anwendbar. Bisher ist noch kein Aufhebungsvertrag unterzeichnet.

Sie würde jetzt gern zu einem geringeren Stundenumfang weiterarbeiten, entweder regelmäßig oder als Urlaubsvertretung.

1.Gibt es eine Möglichkeit, sie befristet weiterzubeschäftigen (z.B. für die Dauer eines Jahres)?
2. Gäbe es die Möglichkeit, sie als Urlaubsvertretung/Krankheitsvertretung zu beschäftigen? Wenn ja, was wäre dabei zu beachten?

Herzlichen Dank für die Beantwortung!

21. Dezember 2021 | 13:07

Antwort

von


(416)
Roßmarkt 194
86899 Landsberg
Tel: +498191/3020
Tel: +491717737949
Web: http://www.kanzlei-am-rossmarkt.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass Sie weder eine Aufhebungsvereinbarung getroffen haben noch eine Kündigung ausgesprochen wurde.

Insoweit wäre bei allen Maßnahmen die vertragliche, tarifvertragliche oder gesetzliche Kündigungsfrist von Ihnen einzuhalten, soweit keine einvernehmliche Regelung erfolgt. Das können bis zu 7 Monate zum Monatsende sein, je nachdem, was Sie unter „langjährig" verstehen (vgl. § 622 BGB).

Eine nachträgliche Befristung ist ohne Mitwirkung der Mitarbeiterin nicht möglich, weil der aktuelle Arbeitsvertrag aufgehoben und ein neuer Arbeitsvertrag geschlossen werden muß, der den zuvor unbefristeten ersetzt. Das geht nur bei Vorliegen von Sachgründen (§ 14 TzBfG).

Das kann mit einer Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit kombiniert werden, als Teilzeitarbeit.

Ohne Einverständnis der Mitarbeiterin wäre eine Änderungskündigung rechtlich möglich, tatsächlich aber eher schwierig.

Wenn es geht, ist auch eine Befristung von nur 1 Jahr möglich. Das könnte aber auch gleich in einem Änderungsvertrag umgesetzt werden.

Aus Sicht der Mitarbeiterin könnte diese dagegen einseitig ein Teilzeitverlangen stellen, einseitig! (§ 8 und 9a TzBfG)

Möglicherweise kann die Mitarbeiterin auch offiziell ausscheiden und in einem Rahmenvertrag als Urlaubsvertretung oder Krankheitsvertretung eingesetzt werden (§ 12 TzBfG).

Wesentlich könnte aber sein, dass die Mitarbeiterin beim Rentenbezug nur bestimmte Hinzuverdienstgrenzen hat.
Das sollte sie beisteuern und Sie sollten das beachten!

Im Übrigen wäre einvernehmlich bis zur Grenze der Sittenwidrigkeit fast alles zu regeln.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Helge Müller-Roden
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 21. Dezember 2021 | 13:27

Sehr geehrter Herr Müller-Roden,

danke für die Antwort.
Ich bin nicht ganz sicher, ob ich Sie richtig verstanden habe.Ich würde der Mitarbeiterin gern entgegenkommen und sie in veringerter Teilzeit weiterarbeiten lassen, möchte dies aber nicht unbefristet tun. Ist es richtig, dass ich (da der unbefristete Vertrag noch ungekündigt ist) mit der Mitarbeiterin einen Änderungsvertrag abschließen könnte, der besagt

1. Die Arbeitszeit verringert sich auf Stundenanzahl x
2. Die Parteien vereinbaren eine Beendigung des Arbeitsverhältnis zum Datum xyz

Oder kann die Mitarbeiterin dann nach Beendigung auf Weiterführung des Vertrags klagen, weil der ursprüngliche Vertrag unbefristet war?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21. Dezember 2021 | 13:38

Ich melde mich später

Ergänzung vom Anwalt 21. Dezember 2021 | 18:48

Eine Einschätzung, ob es für Ihren Fall eine praktikable und rechtssichere, wie auch steuerlich kluge Lösung gibt, ist im Rahmen einer Online Erstberatung sicherlich nicht möglich.

Aber ich bin gerne bereit, mit Ihnen die Situation zu analysieren und biete Ihnen an, Kontakt mit mir aufzunehmen.

Bewertung des Fragestellers 22. Dezember 2021 | 10:44

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Bin genauso schlau wie vorher. Ich hatte mir eine konstruktive Auskunft erhofft, mit der ich das Problem lösen kann.

"
Stellungnahme vom Anwalt:

Lesen Sie die Rückfrage des Nutzers und Sie werden Feststellen dass er nicht eine Erstberatung wünscht sondern eine komplette Mandatsbearbeitung.
Das ist ohne Detailkenntnisse nicht möglich und auf dieser Plattform auch nicht geschuldet.

Im Übrigen ist sogar die Bewertung selbst auch nicht abgeschrieben.

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Helge Müller-Roden »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 22. Dezember 2021
2,2/5,0

Bin genauso schlau wie vorher. Ich hatte mir eine konstruktive Auskunft erhofft, mit der ich das Problem lösen kann.


ANTWORT VON

(416)

Roßmarkt 194
86899 Landsberg
Tel: +498191/3020
Tel: +491717737949
Web: http://www.kanzlei-am-rossmarkt.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Arbeitsrecht, Verkehrsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Ordnungswidrigkeiten