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Angemessener Zins für eine Art 'Gesellschafterdarlehen'

03.04.2014 15:59 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Zur Verzinsung eines Gesellschafterdarlehens.


Person A ist geschäftsführender Gesellschafter einer GmbH,
Person B ist ebenso geschäftsführender Gesellschafter der GmbH,
Beide halten 50% Anteile.

Person B wurde im Jahr x eine Gewinnausschüttung gewährt, auf die Person A zum damaligen Zeitpunkt verzichtet hat.

Nun möchte auch Person A diese Gewinnausschüttung in Anspruch nehmen und möchte die im Jahre x gezahlte Summe verzinst in Anspruch nehmen.

Hier stellt sich nun die Frage, mit welchem Zinssatz abgezinst werden kann / sollte. Das abgezinst werden soll, wurde von A und auch B beschlossen. Falls wichtig: Wenn die Gesellschaft Geld aufnehmen muss, zahlt sie idR 4% oder 8% Zinsen.

Person A führt darüber hinaus Opportunitätskosten in die Waagschale, welche es zu kompensieren gilt. Aufgrund des freiwilligen Verzichtes "ihres" Anteiles am Gewinn, sind Person A in den Jahren von x bis heute pro Monat ca 800€ monatliche Einnahme entgangen. Diese Summe begründet sich durch die nicht investierte Summe aus dem Gewinn. Die Summe ist nachweisbar und wird auch von Person B nicht bestritten. Jedoch wird die Erstattung der Opportunitätskosten negiert.

Was könnte ein angemessener Zins sein? Wie sollten die Opportunitätskosten berücksichtigt werden.

Einsatz editiert am 03.04.2014 16:20:52

03.04.2014 | 17:17

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Hinsichtlich der zu vereinbarenden Zinshöhe sind Gesellschaft und Person A grds. frei. Der Zins sollte sich aber am marktüblichen Zins orientieren. Dieser bestimmt sich nicht nur anhand der alternativen, nun ersparten Zinskosten, vielmehr ist auch der Zinssatz zu berücksichtigen, den Person A bei einer anderweitigen, adäquaten Anlage erzielt hätte. Da die Vergabe eines - ungesicherten - Gesellschafterdarlehens mit einem höheren Risiko behaftet ist, als die klassische Spareinlage, andererseits aber nicht dem Ausfallrisiko eines Aktionärs ausgesetzt ist, muss sich der Zinssatz zwischen dem einer Anlage bei einer Bank und der durchschnittlichen Rendite einer Aktie bewegen. Aufgrund der vergleichbaren Situation halte ich den Rückgriff auf die durchschnittliche Verzinsung einer vergleichbaren Industrieobligation für sachgerecht.

Hinsichtlich der Opportunitätskosten ist festzuhalten, dass diese insbesondere neben einem zu zahlenden Zins nicht zu erstatten sind. Mit seiner Entscheidung, den Gewinnanteil als Gesellschafterdarlehen stehenzulassen hat Person A eine Investitionsentscheidung getroffen, die eine anderweitige Investition ausscheiden ließ. Allein schon aufgrund dieser eigenverantwortlichen Entscheidung scheidet ein Kostenersatz aus. Erst recht muss dies dann gelten, wenn die Opportunitätskosten NEBEN der Verzinsung verlangt werden: Hätte Person A die alternative Anlage getätigt, wäre eben gerade kein Darlehenszins seitens der Gesellschaft angefallen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Thomas Henning

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