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Angemessene Kompensation: Einbauküchkauf mit umfangreicher Reklamation


| 04.11.2014 16:22 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
folgender Sachverhalt:
Haushalt aus 5 Personen (3 Kinder)

Einbauküche gekauft: 6.100,- EUR
Fristgemäße Anlieferung,
100% Bezahlung erfolgte vor Anlieferung.

Durch einen Planungsfehler beim Möbelhaus,
was auch nicht bestritten wird, war es nicht möglich die
Küche vollständig aufzubauen.

Es waren nachträgliche Elektroinstallationsarbeiten erforderlich: 450,- EUR (Handwerkerrechnung)
Insgesamt werden inklusive Nachbesserung und Beseitigung 3 Urlaubstage nötig.

Für 10 Kalendertage, war die Küche nur stark eingeschränkt nutzbar.
(kein kochen, kein spülen, keine Wasserversorgung, Schränke/Stauraum nur teilweise verfügbar).
Nur kühlen & gefrieren funktionierte provisorisch.

Die Küche wurde nach 10 Tagen funktionsfähig gesetzt, jedoch sind schrammen auf den Oberflächen
und ein Unterschrank hat anstelle von Schubladentechnik, einfach nur Türen.
Hier benötigt das Möbelhaus 6-8 Wochen um diese Mängel endgültig zu beseitigen.

Möbelhaus bietet von sich aus einen 250,- EUR Gutschein an.
Bei der Handwerkerrechnung war die Argumentation, dass diese Tätigkeiten „so oder so" gemacht werden
müssten und es halt ägerlich ist, wenn frisch renoviert wurde, nur hat man in der Regel etwas Farbe übrig…

Auch dass man nicht „kochen" könne, hätte man selbst ja aus dem Weg schaffen können,
indem man einfach einen 2-Plattenkocher kauft und dieses würde selbstverständlich erstattet werden.

Ich möchte nicht den letzten Cent rauspressen, finde aber die 250,- EUR vielzu niedrig angesetzt.

Welcher Betrag wäre angemessen als Kompensation ?
04.11.2014 | 17:04

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Voraussetzung für einen Schadensersatzanspruch im Wege der Nacherfüllung ist, dass der Unternehmer auch den Mangel zu vertreten hatte, er also vorsätzlich oder fahrlässig Ihnen die Sachen lieferte. Dieser Beweis wird erfahrungsgemäß nicht zu erbringen sein, es sei denn, dass der Fehler bereits zugestanden worden ist, wie in Ihrem Fall.

Sofern die Handwerkerleistungen nicht sowieso irgendwann angefallen wären, sind diese in voller Höhe erstattungsfähig, auch gegen Geld und nicht gegen einen Gutschein.

Hinsichtlich der zehn Tage können Sie beispielsweise die Differenz zwischen auswärtigem Essen und eigenem Kochen unter Berücksichtigung der ersparten Nutzung und Aufwendungen (Einkauf) geltend machen. Dies hängt dann von Ihrem Personenhaushalt ab.

Sie sind allerdings auch zur Schadensminderung verpflichtet, sodass der Plattenkocher eine Alternative darstellt, in dessen Höhe Sie dann den Schadensersatz geltend machen können.

Sollten die Handwerkerkosten also nicht sowieso angefallen sein, dann stünde Ihnen eine Summe in Höhe von € 450,00 zzgl. der Kosten eines qualitativen Plattenkochers zu.

Vertaner Urlaub ist nach dem deutschen Recht (ausnahmlich im Reiserecht) allerdings nicht erstattungsfähig (vgl. BGH 11.01.1983 - VI ZR 222/80).

Die anderen Mängel sind zwar ärgerlich, allerdings begründen diese keinen messbaren Schadensersatzanspruch, den ich Ihnen guten Gewissens zusprechen könnte.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 05.11.2014 | 16:26


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"Es ist natürlich schwer, bei recht pauschalen Aussagen,
umfassend zu informieren, dennoch hätte ich eine detaillierte
Auskunft gewünscht und nicht Bewertung der einzelnen Punkte,
inwieweit diese berechtigt für Schadenersatz sind oder nicht."
Stellungnahme vom Anwalt:
Es wäre schön, wenn Sie zuvor die Nachfragefunktion gebraucht hätten. Ich werde Sie aber noch einmal direkt anschreiben.
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 05.11.2014
4/5.0

Es ist natürlich schwer, bei recht pauschalen Aussagen,
umfassend zu informieren, dennoch hätte ich eine detaillierte
Auskunft gewünscht und nicht Bewertung der einzelnen Punkte,
inwieweit diese berechtigt für Schadenersatz sind oder nicht.


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