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Angemessene Höhe einer Untermiete

05.12.2018 16:46 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Krueckemeyer


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich zahle für meine Wohnung in München 353,- kalt für 33 m2, dazu kommen ca 75,- Nebenkosten. Laut "Wohnpreis.de" liegt der durchschnittliche Miet-Quadratmeterpreis in dieser Lage über 24,- Euro. Ich habe die Wohnung nun für 6,5 Monate für 800,- Euro pro Monat (inklusive aller Nebenkosten, voll möbliert und gut ausgestattet) untervermietet, was diesem Mietspiegel entspricht.

Mit dem Untermieter habe ich mich mehrfach per Email ausgetauscht und er war mit den Bedingungen einverstanden und hat nichts bemängelt. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass er die Miete als viel zu hoch erachtet hat und nur deshalb nichts gesagt hat, weil er die Wohnung unbedingt haben wollte. Dies hat er auch schriftlich (per Whatsapp) zugegeben. Er hatte 8 Wochen nach meinem Angebot Zeit, sich nach anderen Angeboten umzuschauen und hat erst eine Woche vor dem Einzug den Vertrag unterschrieben.

Ich habe nun im Internet herausgefunden, dass es üblich ist, maximal 25 % auf die Kaltmiete aufzuschlagen. Das wären dann bei mir inklusive der Nebenkosten 516,- Euro. Allerdings ist meine Wohnung laut dem durchschnittlichen Mietspiegel über 800,- Euro wert. Mein Vorteil liegt also darin, dass ich selbst eine für die Gegend sehr niedrige Miete zahle.

Jetzt meine Frage: kann der Untermieter mich im Nachhinein verklagen bzw. einen Teil der Untermiete zurückfordern? Ist es angemessen, sich am durchschnittlichen Mietspiegel zu orientieren oder an der Höhe der eigenen Miete.

Danke und beste Grüße!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Grundsätzlich sind Sie in der Höhe der verlangten Miete frei (Vertragsfreiheit bzw. Privatautonomie). Etwas anderes gilt nur wenn Sie eine deutlich überhöhte Miete fordern würden. Dies ist dann der Fall wenn Sie 50% über der Vergleichsmiete lägen. Dass Sie einen ausgesprochen günstigen Vertrag haben, ist hier ohne Belang.
Denken Sie aber an die sonstigen Voraussetzungen für die Untervermietung (insbesondere Zustimmung des Vermieters).
Eine nachträgliche Vertragsreue (einfach nicht bezahlen oder einen Teil zurückfordern) würde rechtlich nicht zu Ihren Lasten gehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2018 | 06:05

Lieber Herr Krueckenmeyer,

vielen dank für die schnelle und kompetente Antwort!
Noch eine Frage: mit "Vergleichsmiete" meinen sie den vorherrschenden Mietspiegel in der betreffenden Wohngegend, richtig? Von wem wird dieser denn rechtsgültig definiert und wo wird er veröffentlicht? Ich nehme an, nicht bei "Wohnpreis.de"...?

Mit freundlichen Grüßen!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.12.2018 | 06:52

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Die Vergleichsmiete ergibt sich aus dem Mietpreis der umliegenden Objekte, die in Größe und Ausstattung vergleichbar sind. (Gerne wird hier immobilienscout.de befragt.)

Bei weiteren Rückfragen können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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