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Angemeldet und 'wohnhaft' offiziel in D, wohne und arbeite aber in der Schweiz.

09.06.2016 01:20 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch


Guten Tag,
Seit 2014 habe ich eine Wohnung und Anmeldung in der Schweiz, für die ich Miete bezahle und arbeite auch hier, inklusive Quellensteuerabzug.
In Deutschland (30 km von schweizer Grenze) bin ich allerdings auch immer noch bei Mama angemeldet. Und auch dort zahle ich steuer. Nur habe ich dort nie angegeben dass ich in CH eine Wohnung miete und auch angemeldet bin. Ist es ein Problem ?

Und: Die Nachzahlung für Steuererklärung für 2015 kann ich mir einfach nciht leisten, allerdings ist dort auch nichts angegeben mit meiner Wohnnung (die ich miete) in der Schweiz.
Also: Was kann ich tun? Kann ich meine Miete in der Schweiz offen legen bei der deutschen steuererklärung?

Und muss ich die steuern überhaupt nachzahlen wenn ich in der schweiz angemeldet bin (B Ausweis)

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben hier tatsächlich ein Problem. Sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland haben Sie eine Wohnung bzw. einen dauernden Aufenthalt. Das führt dazu, dass potentiell beide Staaten auf Ihr Einkommen zugreifen und es besteuern wollen. Um diese Doppelbesteuerung zu vermeiden, wurde ein sogenanntes Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Dieses regelt, in welchem Fall die Schweiz und in welchem Fall Deutschland das Besteuerungsrecht haben.

Ihre Angaben im Sachverhalt genügen nicht, um abschließend prüfen zu können, welchem Land das Besteuerungsrecht zusteht. Wenn Sie hauptsächlich in der Schweiz wohnen, an mehr als 183 Tagen, so steht vermutlich der Schweiz das Besteuerungsrecht zu. Diese Aufenthaltsdauer müssten Sie jedoch nachweisen können. Sie könnten als Grenzgänger gelten, wenn Sie stets pendeln. Viele Gestaltungen sind denkbar. Nun müssen Sie also zusammenstellen, wann Sie sich wie oft wo aufhalten, wie oft Sie pendeln etc. Mit diesen Angaben und im Idealfall beweiskräftigen Unterlagen kann ein Steuerberater vor Ort prüfen, wie Ihre Besteuerungssituation einzuschätzen ist und in welchem Land Sie wirklich Ihre Einkommensteuer zu zahlen haben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 09.06.2016 | 13:21

Ich danke Ihnen sehr. Meinen sie ich kann mit meinem Wohnungsvertrag usw. zum Finanzamt gehen und versuchen es vor Ort zu klären? In Deutschland bin ich höchstens insgesamt 1 Woche im Jahr.

Habe ich mcih irgendwie strafbar gemacht, dass ich eine Wohnung in der Schweiz habe, aber in DE es nicht gemeldet habe?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.06.2016 | 13:47

Das können Sie natürlich versuchen, meines Erachtens bzw. erfahrungsgemäß wird dies nicht besonders erfolgversprechend sein. Sie müssen zumindest hinsichtlich der Steuerbescheide den formalen Weg einhalten und hiergegen Einspruch einlegen und dann im Einspruchsverfahren erläutern, dass Ihr Wohnsitz in Deutschland gar kein Wohnsitz ist.

Zur Erklärung - die Steuerpflicht in einem Land knüpft an den Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt an. Sie haben sich hier ein besondere Problem geschaffen. Dieses muss nun gelöst werden.

Das Innehaben einer Wohnung in der Schweiz ist unproblematisch. Eine Strafbarkeit liegt aber evtl in einer Steuehinterziehung in der Schweiz vor. Sie haben geschrieben, dass lediglich Quellensteuer einbehalten worden. Dies ist natürlich nicht ausreichend, wenn Sie tatsächlich in der Schweiz steuerpflichtig wären. Demzufolge wäre Ihr Einkommen in der Schweiz einer anderen Besteuerung zu unterwerfen, als dies derzeit geschieht. Dies muss ebenfalls geprüft und gegenüber den Steuerbehörden in der Schweiz klargestellt werden.

Der Vorgang ist nicht trivial und vermutlich nicht einfach und schnell zu lösen. Daher hatte ich Ihnen einen professionellen Berater ans herz gelegt.

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