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Angebot einer Elektroinstallation - Elektroabrechnung über Angebot und Erstrechnung

08.08.2010 22:51 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo,
es wurde ein Haus (Bj.1957) erworben. Elekrikerangebot für den neuzeitlichen Elektrikumbau nach Bestimmungen VDE belief sich auf ohne Mwst. € 3400. Elektromeister und Firmeninhaber hatten eine Ortsbegehung durchgeführt.
Um die Arbeiten zu Beschleunigen (Handwerker lies sich extrem viel Zeit bei den Ausführungen - kam ein paar Std...dann auch wieder Tage nicht) wurde nach Angebotsannahme (ca.3 Monate später) um Rechnunggserstellung gebeten. Diese wurde auch direkt wie Angebot erstellt und sofort durch uns bezahlt. Die Fachfirma erklärte, dass nach Abschluß der Arbeiten dann nur noch die tatsächliche Anzahl der Steckdosen gezählt und ein neuerliches Aufmaß für zwei Aussenleuchten und eine Aussensteckdose erstellt werde.
Nun erreicht uns eine weitere Rechnung über Mehrkosten Montage und Material von ohne Mwst. € 4600.
Alleine die hier aufgeführten Lohnkosten belaufen sich auf ohne Mwst. € 4000 und sind nicht detailliert. Ein Mehraufwand wurde nicht angegeben.
Der Gesamtbetrag der Elektrikerarbeiten beläuft sich somit auf ohne Mwst. € 8000 .
Die zusätzlich geforderten Lohnkosten stehen in keinem Verhältnis zu den zusätzlich in Auftrag gegebenen Arbeiten.
Zudem wurden wir nie über diese erheblichen Mehrkosten informiert.
Die Endabrechnung liegt über 50% des Angebotes und der Erstrechnung.
Ist eine solche Differenz zulässig ? Muß bei solch erheblichen Erweiterungen eine Zwischeninformation, für den Bauherrn als Laien, durch den Installateur erfolgen ?
Vielen Dank für die schnelle Rückantwort :)

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Überschreitung ist zwar zulässig.

Aber der Handwerker war hier verpflichtet, Sie über die Mehrkosten rechtzeitig zu informieren. Denn hier lag eine wesentliche Überschreitung vor.

Diese wesentliche Überschreitung liegt in der Regel nämlich dann vor, wenn sie 20 % übersteigt. Allerdings kommt es dabei auf die Einzelfallumstände an.

Da diese Anzeige unterblieben ist, haben Sie sogar einen Schadensersatzanspruch gegen den Handwerker.

Wenn Sie nun nachweisen können, dass bei rechtzeitiger Anzeige die restliche Werkleistung billiger hätte durchgeführt werden können, müssten Sie auch nur dann diesen billigeren Betrag zahlen (OLG Celle, NJW-RR 2003, 1243).

Bieten Sie dem Handwerker an, die Rechnung nach dem Kostenvoranschlag plus 20% zu zahlen. Will der dieses nicht, sollten Sie einen Kollegen vor Ort beauftragen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 09.08.2010 | 11:16

Hallo,
es handelt sich hier nicht um einen KVA sondern um ein Angebot welches mit Rechnung schon bezahlt wurde. Er muß sich doch konkret an das -Angebot- halten ? Die Rechnung wurde bereits am 02. Juni bezahlt. Die Fertigstellung des Vorhabens erfolgte erst am 31. Juli. Und danach (03.08.) erreichte uns ohne Vorwarnung die Mehrkostenrechnung.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.08.2010 | 13:38

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie nach Angebaotserteilung ein Mehraufwand herausstellt, muss er sich nicht auf den Cent genau an das Angebot halten.

nur, wenn er es ausdrücklich als Endrechnung bezeichnet hat, wäre dieses der Fall. Davon gehe ich aber nach Ihrem Vorbringen nicht aus. Denn es sollte ja noch später ein Aufmaß erstellt werden.

Aber er muss Sie dann über die Mehrkosten informieren. Dieses hat er nicht getan. Dann folgen, wie beschrieben, die Schadensersatzansprüche.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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