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Angeblicher Ladendiebstahl - Zeugin, mein Nummernschild

24.02.2009 16:25 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo,
mein Problem ich fühle mich Vogelfrei.
Ich erhielt im September 08 einen Brief zum Schnellverfahren wegen Ladendiebstahls in einem Schlecker Markt. Das Delikt welches angeblich am 06.02.08 stattgefunden haben soll sollte am 06.08.08 verhandelt werden.
Ich war mir keiner Schuld bewusst und mir ziemlich sicher dass das Verfahren eingestellt wird. Da ich an besagten Tag 06.02.08 an meiner Ausbildungsstätte war. Da dort ein Ausbildungsnachweisheft geführt werden muss, holte ich mir einfach einen unterschriebenen Ausdruck des kompletten Monats das ich an diesem Tag von 9.00-17.30 Uhr arbeiten war. Das Delikt wurde in einem Schlecker Markt 30km von meinem Arbeitsort entfernt begangen (die Öffnungszeiten 9.00-18.00 Uhr).
Ich erschien zur Verhandlung, legte den Schein vor und plädierte auf nichtschuldig. Das Problem war das die angebliche Zeugin an besagten Tag nicht zur Verhandlung erschien. Der Richter bemerkte nur dass die Zeugin mein Nummernschild hatte und mich später auf Fotos erkannte.
In der Stadt in der die Tat begangen wurde habe ich meine Ausbildung begonnen und besuchte damals auch den Schlecker. Ende 08 wechselte ich in eine andere Stadt. Aber besuche noch ab und an Freunde in der Stadt der Tat.
Daraufhin wurde die Verhandlung eine Woche verschoben und ich fuhr wieder 40km zum Gericht. Dasselbe Spiel die Zeugin war nicht vor Ort, sondern mehrere Monate in Ungarn. Leider vergaß ich, da ich zu nervös war, zu fragen ob den meine Daten nicht überprüft wurden und ich somit als Täter ausscheide.
Verhandlung auf irgendwann nächstes Jahr verschoben.

25.02.2009 Nächste Verhandlung und meine Fragen:
Kann man mich nur aufgrund der Aussage einer Zeugin verurteilen.(Fotos oder ähnliches können ja nicht existieren) Leider bin ich einschlägig vorbestraft, bisher nur Geldstrafen. (Habe Angst das Sie mich beschuldigt da sie sich an mein Gesicht aus der Ausbildungszeit erinnert.)
Soll ich am besten gar nichts sagen, da mir ja die Schuld bewiesen werden muss.
Muss ich mich zu meinen Freunden in der Stadt äußern, vielleicht hat einer von Ihnen die Tat begangen und wurde in meinem Auto gesehen.
Was passiert wenn ich trotzdem vorverurteilt werde und das Urteil negativ ausfällt. Kann ich in Berufung gehen und mir dann einen Anwalt nehmen.
Vielen Dank für Antworten, speziell Verhaltensregeln.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten.

I. Sollte die Zeugin wieder nicht erscheinen, so lautet der Ratschlag, dass Sie sich zur Sache nicht äußern, da Sie letztlich wohl nur durch eine Zeugenaussage überführt werden könnten. Erscheint die Zeugin nicht, so ist eine Verurteilung sehr unwahrscheinlich.

II. Erscheint die Zeugin und erkennt Sie wieder, dann ist eine Verurteilung aufgrund der Zeugenaussage zumindest möglich. Denn über das Ergebnis der Beweisaufnahme entscheidet das Gericht nach seiner freien, aus dem Inbegriff der Verhandlung geschöpften Überzeugung, § 261 StPO .

III. Zu Ihren Freunden/dem Auto sollten Sie nur dann etwas sagen, wenn die Zeugin Sie vor Gericht „wiedererkennen will“ und dies auch so aussagt. Allerdings sind Äußerungen von Ihnen zur Sache sowieso nur mit größtem Bedacht zu machen (wenn überhaupt – s.o.); seriöse „Handlungsanweisungen“ können von hier aus ohne Akteneinsicht kaum gemacht werden.

IV. Einen Verteidiger können Sie jederzeit beauftragen. Gegen ein etwaiges Urteil können Sie Berufung (ggf. sogar Revision) einlegen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

--
Mit freundlichen Grüßen
St. Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
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Pionierstraße 15
40215 Düsseldorf
Tel. 0211 / 69 54 76 16
Fax: 0211 / 69 54 76 15

E-Mail: schmidt@kanzlei-sas.de
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