Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Angeblichen Täuschungsversuch mit 6 bewertet

25. November 2015 15:51 |
Preis: ***,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von


19:02

Zusammenfassung:

Gebot widerspruchsfreien Verhaltens bei einem vermeintlichen Täuschungsversuch durch einen Schüler und die Verpflichtung des Lehrers, bei erkannten Täuschungsversuch sofort die Klausurbearbeitung zu unterbinden und den Schüler davon auszuschließen

Meine 17 jährige Tochter besucht seit September die 11. Klasse eines Wirtschaftsgymnasiums in Friedrichshafen, Baden-W. Letzte Woche wurde die erste Klassenarbeit im Hauptfach BWL geschrieben. Meine Tochter legte die Unterlagen für dieses Fach auf die Nebenbank, die lt. Lehrerin noch zu ihrem Arbeitsbereich gehört. Kurz nach Beginn der Stunde fragte die Lehrerin meine Tochter ob dies ihre Unterlagen wären. XXXXX bejahte dies. Die Lehrerin nahm ihr die Unterlagen weg. Zu diesem Zeitpunkt hatte meine Tochter lediglich ihren Namen auf das Blatt geschrieben. Dafür gibt es zwei Zeugen. Sie hat zu keiner Zeit in die Unterlagen geschaut. Die Lehrerin ließ sie die Arbeit zu Ende schreiben und bewertete dies mit einem Täuschungsversuch, Note 6. Heute hatten ich und meine Tochter ein Gespräch mit der Lehrerin, der Co-Klassenlehrerin und der Abteilungsleiterin der Schule. Ich sagte, dass eine 6 nur bei einem schweren oder wiederholtem Täuschungsversuch gerechtfertigt sei. Dies ist hier nicht der Fall. Die BWL-Lehrerin meinte, sie gibt meiner Tochter die 6 und zusätzlich die Note 2,5, die sie tatsächlich gehabt hätte. Damit sind wir nicht einverstanden, da meine Tochter die Unterlagen nicht benutzt hat, sprich nicht getäuscht hat. Zum Vergleich: Gestern wurde eine Klassenarbeit in Mathe geschrieben. Ein Schüler benutzte trotz Verbot einen Taschenrechner. Als der Mathelehrer dies am Ende der Stunde sah, sagte er, dies ist ein Täuschungsversuch und der Schüler durfte die Klausur wiederholen. Hier wurde getäuscht und der Schüler darf nachschreiben, meine Tochter hat nicht getäuscht und bekommt eine 6! Wie ist die Rechtslage? Lohnt es sich das Regierungspräsidium Tübingen einzuschalten oder ist die Lehrerin im Recht? Ich hatte vorgeschlagen, dass XXXXX die Arbeit noch einmal schreibt. Dem wurde nicht zugestimmt.

25. November 2015 | 16:31

Antwort

von


(2003)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich würde hier in der Tat mit dem Rechtsmittel des Widerspruches vorgehen und diesen schriftlich nunmehr unverzüglich (binnen Monatsfrist, gerechnet ab Bekanntgabe der Note) einlegen.

Denn zum einen hat auch nach meinem Dafürhalten Ihre Tochter nicht getäuscht, was im Übrigen die Lehrerschaft beweisen müsste, und zum anderen ist hier gegen das Verbot widersprüchlichen Verhaltens verstoßen worden.

Denn die Lehrerin hätte ihr nicht die Unterlagen wegnehmen und die Arbeit einfach weiter schreiben lassen dürfen, sondern hätte sie direkt von der weiteren Klausurbearbeitung ausschließen müssen.
Der vermeintliche Täuschungsversuch hätte sofort und unverzüglich zum Ausschluss von der Klausurbearbeitung führen müssen.

Denn es bestand kein einleuchtender und sinnvoller Grund dafür, die Klausur dann noch zu Ende schreiben zu lassen und es wird der Umstand nicht entsprechend gewürdigt, dass Ihre Tochter bisher nur den Namen auf das Blatt geschrieben hatte, als die Lehrerin ihr die Unterlagen wegnahm.

Genau wie ein Schüler zum Beispiel störenden Lärm während des Beginns einer Klausur sofort rügen muss, ist umgekehrt die Lehrerschaft gehalten, Störverhalten oder Fehlverhalten eines Schülers direkt zu ahnden, sobald dieses auffällt.

Dieses erfordert der Grundsatz der Chancengleichheit und des Gebots von widerspruchsfreien Verhaltens.

Im Übrigen kann ich die doppelte Benotung, 2,5 und Note 6 nicht nachvollziehen.

Vor diesem Hintergrund würde ich also gegen diese Benotung vorgehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 25. November 2015 | 16:38

Vielen Dank! Der Widerspruch wurde bereits per Email eingelegt! Kann ich verlangen, dass die Arbeit noch einmal geschrieben werden muss oder muss die 2,5 gewertet werden?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25. November 2015 | 19:02

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sollten unbedingt noch den Widerspruch auch per Post (Einschreiben) einlegen, da nur dieses die gesetzliche Form wahrt.

Sie sollten zunächst vorrangig eine sachgerechte Benotung - 2,5 - verlangen, nur hilfsweise eine Wiederholung, was ja das schlechtere Rechtsschutzziel ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(2003)

Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Erbrecht, Miet- und Pachtrecht, Vertragsrecht, Zivilrecht, Baurecht, Verwaltungsrecht, Ausländerrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 96484 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnell und verständlich beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr ausführliche und auch verständliche Antwort. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnell und verständlich geantwortet, danke ...
FRAGESTELLER