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Angebliche Renovierungskosten nach einem Jahr?!


20.10.2006 16:15 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



Guten abend.
Folgende Frage:
Person A hat mit Person B zusammen gewohnt,sie sind vor einem Jahr zusammen gezogen und haben natürlich Geld für Renovierung ausgegeben. Unter anderem: Fliesen, Bodenbeläge, diverse Leisten, Zaun und dazugehörigens Material.
Person B ist 3 Monate später wieder ausgezogen, offiziell laut Mietvertrag nach 7 Monaten. Person A bleibt dort wohnen.
Person A hat Person B den an den Vormieter bezahlten Abstand komplett zurück erstattet.
Nun bekommt Person A einen Brief vom Anwalt von Person B mit der Aufforderung mehrere hundert Euro zurück zu zahlen an Person B.
Als Anlage waren Kontoauszüge von Person B auf denen Abbuchungen zu sehen sind von Baumärkten. Bei einigen Abbuchungen wurde handschriftlich hinter geschrieben, wofür das Geld angeblich verwendet wurde (Bodenbeläge und Zubehör).
Meine Frage nun:
Muss Person A nach einem Jahr die Forderung anerkennen???
Sind die Forderungen berechtigt?
Reichen Kontoauszüge alleine aus?
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes und aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:

Aus den von Ihnen mitgeteilten Informationen ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass die von B geltend gemachte Forderung beglichen werden muss.

Wenn B in die gemeinsam mit A angemietete Wohnung Geld investiert hat, dann geschah dies in der offensichtlichen Hoffnung, dass man noch eine Weile gemeinsam in dieser Wohnung leben würde. Erfüllt sich diese Erwartung nicht kann B sein Geld nicht von A zurückverlangen. Denn A hat ja ebenso darauf vertraut, dass die Gemeinschaft besteht und gleichfalls Geld in die Wohnung investiert. Den hälftigen Investitions-Anteil von A muss B sich im Falle der Trennung nicht „aufdrängen“ lassen. Vielmehr ist es Sache von A und B insofern eine einvernehmliche Einigung zu finden. Dies ist offensichtlich geschehen. Denn A hat den gezahlten Abstand in Höhe seines Anteils zurückerhalten. Hierzu wäre B nicht verpflichtet gewesen. Insbesondere die Wohnung auch aufgegeben werden können, dann wäre es fraglich gewesen, ob überhaupt der investierte Betrag erzielt worden wäre.

Sollte A weiter auf die Zahlung bestehen, so müsste er im Streitfall (wenn B bestreitet, dass die behaupteten Beträge in die Wohnung geflossen sind) die Investition in die Wohnung beweisen, z.B. durch Belege vom Baumarkt und den Nachweis, dass gekaufte Materialien in der betreffenden Wohnung verbaut worden sind. Die Vorlage eines Kontoauszuges würde hierfür nicht ausreichen.

Ich hoffe die Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

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