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Angebliche Körperverletzung

27.02.2015 10:21 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


14:02

Sehr geehrte Damen und Herren,

Letzten Sommer in Spanien wurde mein Lebensgefährte angezeigt, mich geschlagen zu haben. Dies stimmt aber auf keine Fall. Wir mussten zur Polizei und er wurde 3 Tage im Arrest festgehalten. Dann endlich kam er frei. Er sagte er sei unschuldig und ich stimmte zu. Dort gab es eine Verteidigerin, die meinte, dass der Mann der meinen Freund angezeigt hat sich widerspricht. Dann mussten wir zwei Tage später wieder hin. Dann hieß es, das mein Freund eine Haftstrafe bekommt wenn er die Tat zugibt. Natürlich hat er das nicht, denn er hat ja nix gemacht. Sie meinte dann, wenn er sagt er sei unschuldig könne er nach Deutschland zurück und es passiert nix weiter. Wir sollten dringend ein Schreiben unterschreiben, war auf spanisch, damit wir gehen können. Somit war die Sache für uns gegessen. Gestern bekamen wir eine Mail, dass er zu 9 Monaten Haft verurteilt wurde, mich 2,5 Jahre nicht sehen darf und sich bis max. 500 Metern mir nähern darf.

Was bedeutet das jetzt für uns? Er hat doch nix gemacht? Muss er die Haftstrafe antreten? Wird er ausgeliefert? Hab mittlerweile so viel gegoogelt das ich überhaupt nix mehr verstehe.

Für Ihre Antwort danken wir Ihnen schon jetzt.

Verzweifelt

27.02.2015 | 11:48

Antwort

von


(1215)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Leider ist Ihre Sachverhaltsschilderungen etwas „dünn", so dass es weiterer Sachverhaltsaufklärung bedarf.

Die Anzeige war nach Ihrer Schilderung im Sommer 2014. Ihr Freund ist, nachdem er drei Tage in (vermutlich) Untersuchungshaft befindlich gewesen ist, freigelassen worden. Offensichtlich ist eine Verteidigerin entweder vom Gericht bestellt oder von Ihrem Freund beauftragt worden. Aufgrund der Sachverhaltsschilderung gehe ich davon aus, dass nach spanischem Recht ein Ermittlungsverfahren gegen Ihren Freund eingeleitet worden war. Soweit Sie schreiben, Sie hätten zwei Tage später „wieder hin" gemusst, ist nicht ganz klar, was sie damit meinen. Waren sie zwischenzeitlich nach Deutschland zurückgekehrt? Und wo mussten sie wieder – vermutlich in Spanien – erscheinen? Vorstellen könnte ich mir, dass – nach spanischem Recht – eine Art Haftprüfung stattgefunden hat. Sie schreiben, es hätte geheißen, gegen Ihren Freund würde eine Haftstrafe verhängt, wenn er die Tat gestehe. Sie sagen aber nicht, wer das gesagt hat. Offensichtlich ist Ihr Freund in Spanien aber nicht festgehalten worden, vielmehr wurde die Ausreise nach Deutschland ermöglicht. Welchen Inhalt das in spanischer Sprache formulierte Schreiben, das Sie unterzeichnet hatten, hatte, sagt der Sachverhalt nicht.

Weiterhin lassen sie unerwähnt, von wem die E-Mail stammt, wonach Ihr Freund zu einer Haftstrafe etc. verurteilt worden sei.

Damit fehlen grundlegende Anhaltspunkte, die eine Beurteilung Ihres Falls erst ermöglichen könnten.


2.

Gehen wir einfach davon aus, dass Ihr Freund zu einer Haftstrafe von neun Monaten verurteilt worden ist. Wenn es ein solches Urteil gibt, wäre dagegen nach deutschem Recht Berufung einzulegen. Hier findet aber spanisches Recht Anwendung, so dass über einen spanischen Rechtsanwalt geprüft werden sollte, ob und innerhalb welcher Frist ein Rechtsmittel gegen die Verurteilung möglich ist.


3.

Vor dem geschilderten Sachverhalt kann ich Ihnen daher nur raten, möglichst sofort Kontakt zu einem spanischen Rechtsanwalt aufzunehmen, um die Angelegenheit einer Prüfung zu unterziehen.

Wenn Ihr Freund deutscher Staatsangehöriger ist, darf er nicht wegen einer Straftat, die in einem anderen Staat begangen worden ist, ausgeliefert werden. Das ergibt sich aus Art. 16 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 27.02.2015 | 13:22

Vielen Dank für ihre Antwort.
Die Verteidigerin wurde vom Gericht gestellt. Ich musste zwei Tage wieder hin zur Justiz um eine Aussage zu machen. Habe gesagt dass er mich nicht geschlagen hat. Wir waren noch auf Teneriffa im urlaub. Die Verteidigerin sagte, dass wenn er die Tat gestehe er verurteilt wird. Wenn er sagt er sei unschuldig würde nichts weiter passieren. Wir konnten wie gebucht Tage später nach Deutschland zurück. Er ist deutscher Staatsbürger. Was wir unterschreiben mussten ist nicht ganz klar, da alles auf Spanisch war. Die Verteidigerin meinte aber, da steht nur drin, dass wir beide sagen er ist unschuldig.

Die Mail erhielten wir von ...icatf.com.es (internetrecherche:Ilustre colegio de abogados) ist glaub ich eine Anwaltskanzlei.

Vielen Dank für die Info, dass er nicht ausgeliefert werden kann. Hab beide Möglichkeiten innerhalb der EU gelesen. Bin aber nun etwas beruhigter.

Kann ihm hier etwas in Deutschland passieren? Sie meinen einen spanischen Anwalt in Deutschland?

Danke

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.02.2015 | 14:02

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Nach Ihrer Schilderung stammt die E-Mail von einer spanischen Rechtsanwaltskanzlei (Abogados). Vermutlich handelt es sich um jene Kanzlei, in der die Rechtsanwältin tätig ist, die Ihren Freund seinerzeit vertreten hat.

Das Urteil des Gerichts wird also dieser Anwaltskanzlei zugestellt worden sein.


2.

Da Sie nunmehr in dieser Rechtsanwaltskanzlei eine direkte Ansprechpartnerin haben, rate ich, sich bezüglich des weiteren Vorgehens, also hinsichtlich der Einlegung eines Rechtsmittels, unmittelbar an die genannte Kanzlei zu dem aufgeführten Aketenzeichen zu wenden.

Sie brauchen deshalb keine deutsche Anwaltskanzlei, die mit einem spanischen Anwalt kooperiert, aufzusuchen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
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