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Angebliche Beschädigung einer Ferienwohnung


14.11.2006 21:35 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Wir sind eine Familie mit einer 2jährigen Tochter und haben im Zeitraum 30.10. bis 04.11. eine Ferienwohnung auf Sylt gemietet!

Am 08.11. hat der Vermieter, eine Immobilienverwaltungsfirma, die die Vermietung und Verwaltung von Ferienwohnungen und Häuser u.a. eben auch unserer Ferienwohnung übernommen hat, uns nun folgendes Schreiben zugesendet.

Sehr geehrte xxx,

nach Ihrer Abreise teilte uns unser Hausbetreuer xxx mit, dass die Wand vor dem hinteren Badezimmer stark beschädigt wurde. Wir haben den Schaden begutachtet und Fotos gemacht. Die Wand muss aufgefüttert, tapeziert und gestrichen werden. Wir möchten Sie bitten, den Schaden vorab Ihrer Versicherung mitzuteilen.

Wir haben unseren hausmeister beauftragt, den Schaden zu beheben. Die Rechnung senden wir IHnen nach Erhalt zu.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung und verbleiben

mit freundlichen Grüßen


In der Anlage haben sich dann drei Fotos des Schadens befunden.


Dieser Schaden ist uns allerdings weder bekannt gewesen noch haben wir diesen Schaden an der Wand verursacht, zumal dieser Schaden, der auf den Fotos zu erkennen ist, nicht unbemerkt passieren kann! Auch unsere 2jährige Tochter kann diesen Schaden nicht herbeigeführt haben, da hierfür - soweit man dies auf den Fotos erkennen kann - doch einiges an Kraft aufgewendet werden muss.
Die Ferienwohnung wurde uns bei der Ankunft nicht persönlich übergeben und auch bei der Abreise nicht in unserem Beisein abgenommen.
D.h. wir haben die Schlüssel im Büro des Vermieters abgeholt und am Abreisetag, wie mit ihm vereinbart, wieder in seinen Briefkasten geworfen.




Unser Antwortschreiben, welches wir gestern abend per Mail und heute im Laufe des Tages per Fax an den Vermieter versendet haben:

Sehr geehrte xxx,

mit Befremden haben wir Ihr Schreiben vom 08.11.2006 zur Kenntnis genommen, in dem Sie uns die Schuld zuweisen, die Wand vor dem hinteren Badezimmer stark beschädigt zu haben.

Bei unserem Auszug am 04.11.2006 ist uns der von Ihnen genannte Schaden nicht aufgefallen. Wir haben an der Wand während unseres Aufenthaltes nichts verändert und haften für diesen Schaden nicht.

Mit freundlichen Grüßen




Unsere Fragen hierzu:
- kann die Schuld für diesen Schaden ohne Rücksprache auf uns abgeschoben werden, es könnte ja auch sein, dass der Schaden z.B. erst bei der Reinigung der Ferienwohnung entstanden ist.
- welches Recht bzw. welche Möglichkeiten bleiben uns dagegen vorzugehen - gibt es vielleicht einen Verweis auf einen Paragraphen, den wir in einem weiteren Schritt angeben könnten?
- bzw. kann uns der Vermieter die Rechnung hierfür einfach zusenden und sind wir verpflichet diese zu bezahlen?
- falls der Vermieter diesen Vorgang nach unserem obigen Schreiben an einen Rechtsanwalt übergeben und dadurch Kosten entstehen würden, dürfen diese uns in Rechnung gestellt werden?
- was wäre Ihr Vorschlag bzgl. dem weiteren Vorgehen?




Nach Rücksprache mit unserer Hapflichtversicherung haben wir die Information erhalten, dass derartige Schäden nicht durch die Haftpflichtversicherung abgedeckt ist. Dies sei nicht nur bei unserer Haftpflichversicherung, sondern grundsätzlich bei allen Haftpflichtversicherungen so.
Allerdings kann ich in den AGBs bzw. Versicherungsbedingungen hierzu keinen Hinweis finden.
Meine Frage hierzu - sind Schäden an Ferienwohnung tatsächlich grundsätzlich aus der Haftpflichtversicherung ausgeschlossen?



Sehr geehrter Ratsuchender,

der Vermieter muß in jedem Fall beweisen, dass Sie den Schaden verursacht haben. Ob er das kann, kann ich nicht beurteilen. Außerdem ist der Inhalt des Mietvertrages und die dort eventuell getroffenen Nebenabreden, insbesondere Haftungsvereinbarungen, zu würdigen.

Ich rate Ihnen, zunächts weder irgend ein Schuldanerkenntnis abzugeben, noch die möglicherweise aufgemachte Forderung zu bezahlen. Ziehen Sie vielmehr in jedem Fall einen Rechtsanwalt hinzu und lassen Sie diesen den weiteren Schriftwechsel und die Prüfung der Sach- und Rechtslage übernehmen.

Tatsächlich ist es auch so, dass das Risiko von Schäden an gemieteten Sachen, also auch gemieteten Ferienhäusern, generell in allen Haftpflichtversicherungsverträgen ausgeschlossen ist.

Mit freundlichem Gruß

Wundke
Rechtsanwalt
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