Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Angaben von Geldanlagen bei der Steuer


28.03.2005 16:57 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag,

ich habe folgende Frage:

Ich habe meinen Sparerfreibetrag ausgeschöpft. Muß ich meine weiteren Spparanlagen, die den über den Freibetrag hinausgehenden Zinserlös erzielen auch bei der Steuererklärung angeben?

Wenn, ja würde ich das nicht verstehen, weil die Erlöse auf diesem Konto doch Pauschal versteuert werden, wobei die Bank die Steueren direkt von meinem Guthaben abzieht.

Was passiert, wenn ich die o. g. Geldanlagen nicht bei der Steuererklärung angebe (Verfahren wegen Steuerhinterziehung kann ja eigentlich nicht sein, weil ich ja auch für diese Anlagen Steuern gezahlt habe)?

Was muß ich tun um bei meinen alten Steuererklärungen (2002 und 2003) ein Verfahren zu verhindern?

28.03.2005 | 17:14

Antwort

von


141 Bewertungen
Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: www.glatzel-partner.com
E-Mail:
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn der Sparerfreibetrag ausgeschöpft ist, müssen Sie leider Ihre Zinseinkünfte in der Steuererklärung deklarieren.
Bei der schon gezahlten Zinsabschlagssteuer handelt es sich um eine Vorabsteuer auf die eigentlich zu erhebende Zinssteuer. Die eigentlich zu entrichtende Zinssteuer wird dann erst anhand der Steuererklärung durch das Finanzamt errechnet. Dabei werden natürlich auch die bereits entrichteten Zinsabschlagsteuern berücksichtigt.

Deshalb können sie grds auch ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung erwarten, wenn Sie Kapitaleinkünfte nicht deklarieren, die über den Freibetrag hinausgeheen.

Für 2002 und 2003 können Sie gegenüber dem Finanzamt eine formlose strafbefreiende Nacherklärung abgeben.
Bitte geben Sie genau an, welche Zinseinkünfte sie nicht deklariert haben. Wenn Sie es nicht mehr genau wissen, dann können Sie Ihre Einkünfte auch schätzen. Schätzen Sie aber lieber ein bisschen zu hoch, denn wenn Sie zu niedrig schätzen, hat die Erklärung keine strafbefreiende Wirkung.

Wenn dann später der Steuerbescheid aufgrund der etwas zu hohen Schätzung ergeht, können Sie gegen diesen Bescheid innerhalb eines Monats nach Zugang Einspruch mit dem Argument einlegen, dass die Kapitaleinkünfte zu hoch angesetzt sind.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüssen


Marcus Alexander Glatzel

Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 04.04.2005 | 13:07

Danke für Ihre Antwort. Hier noch zwei Nachfragen.

1.) Gibt es für die Nacherklärung meiner Zinseinkünfte wirklich keine Frist, wenn ich Einkünfte aus 2002, 2003 und 2004 erklären will? Für die Nachversicherung von Rentenbeiträgen ist die Fristam 31.03.05 abgelaufen. Da Sie in Ihrer Antwort vom 28.03.05 nichts von dieser Frist erwähnt haben, scheint sie für meinen Fall ja nicht zu gelten.



2.) Sie sagen die Nacherklärung ist formlos möglich. Ginge also etwa folgende Fomulierung:

Max Mustermann
Adresse
Steuer-Nr.:

An das Finanzamt

Betr. Nacherklärung Steuer 2002, 2003 und 2004

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit gebe ich filgende Einkünfte aus Zinserträgen zur Nachversicherung an:

Für 2002:
Bank: A Einkünfte: 123
Bank: B Einkünfte: 456


Für 2003:
Bank: A Einkünfte: 123
Bank: B Einkünfte: 456

Für 2004:
Bank: A Einkünfte: 123
Bank: B Einkünfte: 456


Mit freundlichen Grüßen

Mustermann


Danke für Ihre Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.04.2005 | 13:27

Sehr geehrter Rechtssuchender,

grds können Sie die Erklärung in dieser Weise abgeben. Sinnvoll ist es aber auch, wenn Sie , soweit noch vorhanden, bescheinigungen über Zinseinkünfte der jeweiligen Banken in Kopie miteinreichen.

Ansprüche des FA wegen Steuerhinterziehung verjähren ca 10 nach Ablauf des jeweilgen Veranlagungszeitraumes, so dass die strafbefreinde Nacherklärung bzw Selbstanzeige für die Jahre 2002-2004 sinnvoll erscheint.

Die Situtation aht sich seit dem 01.04.2005 sowieso verschärft, da das FA ohne ihr Wissen nun ihre Kontenstammdaten abfragen kann und wenn ein Verdacht auf Steuerhinterziehung besteht, sogar die Kontenbewegungen prüfen kann.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

141 Bewertungen

Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: www.glatzel-partner.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Handelsvertreterrecht, Verkehrsrecht, Wirtschaftsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER