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Angaben bei 'mobile.de'

10.05.2017 17:02 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


08:54

Auf "mobile.de" habe ich am Sonntag ein Auto (10 Jahre alter VW) eingestellt mit dem Hinweis : "Die Kupplung macht unangenehme Geräusche".

Es setzte unmittelbar nach der Veröffentlichung ein Telefonterror ohne gleichen ein. Ich habe mich dazu verleiten lassen einem Händler "S" per EMail den Verkauf zuzusagen und einen Kaufvertrag zu schließen.

Ein anderer Händler "A" der das Auto ebenfalls wollte hat das Auto gestern (Mittwoch) besichtigt und mir gestern gesagt, dass es nicht die Kupplung, sondern das "Massenschwungrad" sei das die Geräusche macht.

Das habe ich dem Händler "S" geschrieben, damit der sich entscheiden kann, ob er die Anfahrt aus Berlin nach München antritt oder nicht und ihm angeboten vom Kauf zurückzutreten.

Händler "S" antwortet mir :

"wir haben das Fahrzeug von Ihnen gemäß Inserat gekauft und in diesem Zustand erwarten wir auch das Fahrzeug. Über kleinere Mängel kann man natürlich bei einem Gebrauchtfahrzeug hinweg sehen. Sollten aber zusätzlich nicht erwähnte größere Mängel an dem Fahrzeug vorhanden sein, gibt es laut Gesetztgeber mehrere rechtliche Möglichkeiten für den Käufer. Dies aber nur als Hinweis."

Für mich als KFZ Laie war und ist es nicht erkennbar, welches Teil genau kaputt ist. Meinem subjektiven Empfinden nach ist es die Kupplung. Von mehr habe ich keine Ahnung.
Wenn ich die vorhandenen Informationen, einstelle und sogar noch vor der Abholung korrigiere, dann muss ich doch meiner Pflicht genüge getan haben, oder ?

Meine Fragen :
1. Kann der Händler "S" auf Grund der "falschen" Angaben in mobile.de darauf bestehen, dass ich ein entsprechendes KFZ liefere ?
2. Wer muss den Schaden (Kupplung oder Schwungrad) beweisen ? Ich habe keine Aussage von einer Werkstatt, sondern nur von einem anderen KFZ Händler... Eventuell wollte der nur den Preis drücken.
3. Auf welche "rechtliche Möglichkeit" muss ich mich einlassen ?
4. Welcher Schaden könnte dem Händler entstanden sein ? Besteht eine Pflicht zur Schadensminderung, oder kann er sagen "Jetzt bin ich extra aus Berlin angereist, und das Auto ist nicht so, wie es inseriert war ?"
5. Bin ich verpflichtet jeden angebotenen Preis zu akzeptieren ?

Termin für eine Abholung ist morgen, für eine rasche Antwort wäre ich sehr dankbar.

10.05.2017 | 17:38

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist der Kaufvertrag über das Fahrzeug zustande gekommen, wie Sie es in der Beschreibung bei mobile.de angeboten haben. Zeigen sich darüber hinaus Mängel, die Sie verschwiegen haben, kann der Käufer Nachbesserung verlangen oder, falls dies nicht möglich ist, vom Kaufvertrag zurücktreten.

Die Beweislast für das Vorliegen solcher Mängel liegt dann beim Käufer.

Wenn Sie das Fahrzeug unter Ausschluss sämtlicher Mängelgewährleistung verkaufen, wie die Vertragsmuster von mobile.de das auch vorsehen, haften Sie nur für bekannte, verschwiegene Mängel. Diese Gefahr sehe ich hier nicht, da Sie die Geräusche ausdrücklich benannt haben. Ob jetzt tatsächlich die Kupplung dafür verantwortlich ist, müssen Sie als Laie nicht wissen. Das sollten Sie so dann auch ausdrücklich in den schriftlichen Vertrag aufnehmen.

Sie sind natürlich nicht verpflichtet, jeden gebotenen Preis zu akzeptieren, sondern können verhandeln.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 11.05.2017 | 01:12

Hallo,

folgende Nachfragen habe ich :
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann reicht meine Aussage mit den "unangenehmen Geräuschen" aus, dass ich vom Vorwurf des Verschweigens entschuldigt bin ?

Die Kernfrage ist, ob mit der (möglicherweise) ungenauen Fehlerbeschreibung alles erledigt ist ? Und ich möchte nochmal betonen, dass ich Laie bin und es sich für mich nach Kupplung anhört.

Der Verkauf fand bisher ausschließlich per Email statt. Es wurde noch kein "Formularvertrag" geschlossen. Ich habe die Mängelgewährleistung nicht explizit ausgeschlossen, weder bei "mobile", noch in den Verhandlungen vor dem Vertrag. Ist das relevant ?

Ist also eine Schadensersatzpflicht entstanden ?
Hafte ich trotzdem nur für bekannte, verschwiegene Mängel ? Ich habe alle mir zum damaligen Zeitpunkt bekannten Mängel benannt.
Einen Mangel, den ich nicht kenne kann ich auch nicht verschweigen, oder ?

Herzlichen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.05.2017 | 08:54

Üblicherweise wird der Kaufvertrag über ein Fahrzeug nicht mündlich, sondern schriftlich geschlossen. Sie sollten dazu den Formularvertrag von mobile.de verwenden und dem Käufer vorlegen. Natürlich ist auch ein Kauf per E-Mail möglich, aber dann muss sich der Käufer vorwerfen lassen, sich das Fahrzeug nicht vorher angesehen zu haben.

Dass Sie Mängel verschwiegen haben, müsste der Käufer ebenfalls nachweisen. Nach Ihrer Schilderung sehe ich dazu aber keinen Ansatz, so dass Schadensersatzansprüche ausscheiden sollten.

Wenn der Käufer das Fahrzeug abholt, sollten Sie ihm anbieten, das Fahrzeug Probe zu fahren. Sorgen Sie dafür, dass ein Zeuge anwesend ist. Nimmt der Käufer das Fahrzeug dann an obwohl Sie vor Zeugen nochmals auf die Geräusche hinweisen und darauf, dass Sie die Ursache nicht kennen, ist er deswegen mit späteren Mängelrügen ausgeschlossen.

Will er das Fahrzeug dann doch nicht abnehmen, sollten Sie den vermeintlichen E-Mail-Kaufvertrag wegen Nichterfüllung sofort kündigen und das Fahrzeug anderweitig verkaufen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt

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