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Anfechtung eines Zwischenzeugnisses

| 18.03.2008 12:21 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


08:27

Ich bin seit Juli 2003 bei einer Firma als Controllerin beschäftigt. Wegen Vorgesetzerwechsel im November 2005 hatte ich ein Zwischenzeugnis verlangt, in dem ich die Beurteilung "sehr gut" bekommen hatte ("stets zu unserer vollsten Zufriedenheit"). Mit meiner neuen Vorgesetze kam ich überhaupt nicht klar. Im Gegenteil streiteten wir uns über alles mögliche, so dass ich im April 2007 wieder ein Zwischenzeugnis angefordert habe (um mich bei anderen Firmen zu bewerben... und mir ein gutes Zeugnis zu sichern...). Dieses Zwischenzeugnis war inhaltlich genau gleich wie das vorige (mit der Beurteilung "sehr gut").

Im Juli 2007 wurde ich schwanger und teilte es meinem Arbeitsgeber im September 2007 mit. Mitte Februar 2008 begann mein Mutterschutz und ich verlangte erneut ein Zwischenzeugnis. Zwei Tage bevor ich mein Zwischenzeugnis erhielt, bekam ich per Post 3 gebrannten CDs mit privaten Urlaubsbilder von mir, die auf dem Tauschlaufwerk der Firma gespeichert waren (ich hatte wohl vergessen, die Dateien zu löschen...). Das Zwischenzeugnis kam dann am 15.03.08. Diesmal bekam ich die Beurteilung "befriedigend" ("stets zu unserer Zufriedenheit"). Höchst wahrscheinlich liegt es daran, dass ich 3 Wochen vor Mutterschutz krank geschrieben wurde und meinem Nachfolger nicht vollständig einarbeiten konnte. Soweit ich informiert bin, herrscht Chaos in der Abteilung und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie sich rächen wollen.

Nun weiss ich nicht wie ich jetzt vorgehen soll:

Soll ich "allein gegen allen" (meiner Vorgesetzte und der Geschäftsführerin) versuchen, mein Zeugnis zu retten ? Soll ich lieber einen Anwalt schreiben lassen ? Wieviel würde sowas kosten ? Oder soll ich unseren Betriebsrat anschalten ? Ist es überhaupt gesetzlich zulässig, dass der Arbeitsgeber so unterschiedliche Zwischenzeugnisse innerhalb von 11 Monate schreibt ? Und dürfen sie mir ein "befriedigend" geben, weil ich Fotodateien auf der Arbeit gespeichert hatte... ?

Vielen Dank für Ihren Rat...

18.03.2008 | 12:44

Antwort

von


(2273)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
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Sehr geehrte Ratsuchende,


der Arbeitgeber kann, wenn sich die Grundlage der Beurteilung nicht geändert hat, nicht ohne Grund von der ursprünglichen Bewertung abweichen, so dass Sie hier diese Herabstufung nicht hinnehmen müssen.



Die Krankmeldung ist dabei kein Grund; etwas differenzierter sieht es allerdings hinsichtlich der Fotodateien aus:


Denn gibt es eine arbeitgeberseitige Anweisung, private Angelegenheiten nicht auf den Firmenrechnern zu erledigen (oder gar eine entsprechende Abmahnung), hätten Sie dagegen verstoßen und dieses wäre dann ein Grund, die Beurteilung negativ abzuändern. Ohne eine solche Anweisung oder Abmahnung wäre auch dieses kein Grund.


Sicherlich können Sie in einem klärenden Gespräch zunächst selbst versuchen, die Angelegenheit zu klären. Da Sie aber ausführen, dass das Verhältnis gestört ist, verspreche ich mir davon nicht allzuviel, so dass die Einschaltung eines Anwaltes ratsam ist.


Die Kosten dafür würden ungefähr bei 300,00 EUR für das außergerichtliche Verfahren liegen; kommt es zu einem Gerichtsverfahren bei ca. 600,00 EUR.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 24.09.2008 | 22:12

Guten Tag Herr Bohle,

nun hat die Firma sich inszwischen über mein Zwischenzeunis geäußert und mir ein paar Fehler genannt, die ich in den letzten zwei Wochen vor meiner Krankschreibung gemacht haben soll, und die zu der Verschlechterung meines Zwischenzeugnisses geführt haben (die Urlaubsbilder auf den Tauschlaufwerk wurden nicht erwähnt) . Diese Fehler habe ich widerrufen bzw. entschärft (es ging um kleinigkeiten, die nicht die Rede wert sind und für die ich auch keine Abmahnung bekommen habe). Trotzdem weigern sie sich, das Zeugnis abzuändern. Den Betriebsrat habe ich informiert, sie können (oder wollen) mir nicht helfen und rieten mir, die Hilfe eines Anwalts in Anspruch zu nehmen. Was ist Ihr Rat ? Wie groß schätzen Sie die Chance, eine Abfindung zu verhandeln, wenn ich mich bereit erkläre, zu kündigen ? (ich befinde mich in Elternzeit und bin derzeit nicht kündbar) Danke vielmals für Ihren letzten Rat !

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.09.2008 | 08:27

Sehr geehrte Ratsuchende,


da Sie die angeblichen Fehler ausgeräumt haben und die Fotodateien offenbar nicht mehr Gegenstand sind, sehen die Chancen nicht schlecht aus, wobei die vorgeworfenen Fehler aber näher zu untersuchen sind.

Ich würde Ihnen raten, einen Anwalt mit der genaueren Prüfung zu beauftragen.

Einen gesetzlichen Abfindungsanspruch gibt es so nur unter ganz gewissen bedingungem die offenbar nach Ihrer Schilderung nicht vorliegen, so dass es letztlich von Ihrem Verhandlungsgeschick abhängen wird; beachten müssen Sie dabei aber auch, dass bei einer Eigenkündigung mit der Verhängung einer Sperrzeit durch die ARGE zu rechnen sein wird.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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