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Anfechtung eines Testaments, da einzige Verwandte?


13.04.2006 18:16 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



Guten Tag,
ich habe eine Frage zum Testament meines verstorbenen (Jan.`06) Großcousins (unsere Mütter waren Cousinen 1. Grades ) .
Habe ich erfolgreiche Aussichten ,wenn ich das Testament anfechte?
Eine Kopie liegt mir vom Gericht vor und hat folgenden Wortlaut :
"Erben meines gesamten Vermögens einschließlich aller Immobilien sollen zu gleichen Teilen die Nichte und die Neffen
meiner verstorbenen Frau ... ,geb...sein. "Dann folgen alle Namen.
Er verfügt über ein Haus und Eigentumswohnung,sowie Konten.
Dieses Testament fertigte er auf Wunsch der vor ihm verstorbenen Frau an.
Ich bin die einzigste Verwandte von ihm.


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:

Grundsätzlich ist die Anfechtung eines Testament innerhalb einer Frist von einem Jahr möglich, § 2082 BGB.

Voraussetzung für eine wirksame Anfechtung ist das Vorliegen eines Anfechtungsgrundes, § 2078 BGB. Nach dieser Vorschrift liegt ein Anfechtungsgrund vor, wenn der Erblasser unbewusst etwas anderes erklärt hat, als er tatsächlich wollte, er sich z.B. bei den Namen der von ihm eingesetzten Erben verschrieben hat, oder im Testament Rechtsbegriffe gebraucht hat, denen er eine falsche Bedeutung beigemessen hat. Ein Anfechtungsgrund wäre auch gegeben, wenn Ihr Großcousin sich über einen Umstand geirrt hat, der für die Gestaltung des Testaments maßgeblich gewesen ist, bzw. einen solchen Umstand evtl. gar nicht gekannt hat, er z.B. nicht gewusst hat, dass die eingesetzten Erben ihm nach dem Leben trachteten. Das Testament wäre auch anfechtbar, wenn es aufgrund einer widerrechtlichen Drohung zustande gekommen wäre, z.B. durch die verstorbene Ehefrau oder die Erben.

Für keinen der danach vom Gesetzgeber vorgesehenen Anfechtungsgründe enthält Ihre Darstellung irgendeinen Anhaltspunk. Insbesondere können Sie eine Anfechtung auch nicht darauf stützen, dass das Testament auf Bitten der verstorbenen Ehefrau des Erblassers errichtet worden ist.

Im Ergebnis ist somit kein Grund ersichtlich, der Sie zu einer Anfechtung des Testaments berechtigen würde. Ich bedaure Ihnen keine bessere Nachricht mitteilen zu können.

Ich hoffe die Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt







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