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Anfechtung einer Vaterschaft

27.06.2014 11:48 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung: Vaterschaftsanfechtung Frist

Ich habe in Mai 2008 geheiratet, ein Jahr später habe ich fest gestellt dass mein man fremd geht und habe am Telefon zufällig es raus bekommen.
Ich war sauer und Ringe zeit später hatte ich eine Seiten Sprung und als ich schwanger wurde habe mein man davon die Wahrheit erzählt und dass es sein kann dass das Kind vielleicht nich von ihm wäre.
Er wollte aber nichts davon wissen und hat einen Test abgelehnt und wir sind leider zusammen geblieben.
Später aber hat er mir Vorwürfe gemacht und mit dem teilweise sehr Grob umgegangen und ihn sogar beschimpft und er hat immer gedroht wenn etwas nicht nach seinem Kopf gegangen ihn zu verlassen und einen Test zu fördern. Er hat mich immerwieder damit erpresst dass er geht bis ich eines Tages als er gegangen ist nicht mehr rein gelassen und habe mich von ihm getrennt. Mein Sohn war damals 2 Jahre. Seitdem waren wir getrennt und mein man am Anfang der Trennung plötzlich seine Eltern und unsere Freunde erzählt, dass er vielleicht von ihm ist und hat mich bloß gestellt und dass er jetzt sein leben machen kann wie es ihm passt und ...
Mein Sohn ist jetzt 4 und ich habe jetzt die Scheidung eingereicht und mein man erpresst mich jetzt wieder anderes, wenn ich ihm keine finanzielle Vorteile lasse kümmert sich nicht um den kleinen, weil er doch in der Trennung den Kontakt zu ihm wollte und ich habe leider zugelassen weil er mir gesagt hat er empfindet doch was für ihn,aber wenn es um Geld geht droht mir wieder weil wir eine Zugewinn Ausgleich verfahren haben.
Meine frage ist ob ich die Vaterschaft aberkennen lassen konnte oder nicht weil das Kind ist jetzt 4 und der Frist ist bei der Mutter 2 Jahre ist, aber wir hatten bis jetzt keine vaterschaft Test gehabt.
Ich möchte mich von diesen man nicht die nächste 14 Jahre erpressen lassen .
2.frage ist wenn ich das mache hat es eine Wirkung auf zugewinn Ausgleich verfahren oder nicht???
Ps.als mein Sohn 1 Jahr war hatte ich Wochenbett Depressionen bekommen und war nicht mehr in der Lage etwas zu ändern und war fast ein Jahr krank und habe dieser Frist verpasst.

-- Einsatz geändert am 27.06.2014 11:59:26
Eingrenzung vom Fragesteller
27.06.2014 | 12:05

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Grundsätzlich haben Sie recht. Die Frist für Vaterschaftsanfechtung beträgt 2 Jahre nach § 1600b BGB.

Diese Frist beginnt mit der Kenntnis von Umständen, die gegen die Vaterschaft sprechen (Abs 1 S 2). Erforderlich ist das Wissen von Tatsachen, aus denen sich die nicht ganz fern liegende Möglichkeit einer mit der bestehenden Vaterschaftszuordnung nicht übereinstimmenden Abstammung ergibt (BGHZ 9, 336; 61, 195).

Konkret bezogen auf Ihren Fall hat der BGH entschieden, dass zu den Umständen, deren Kenntnis die Anfechtungsfrist in Lauf setzt, regelmäßig ein Ehebruch der Kindesmutter während der gesetzlichen Empfängniszeit gehört , und zwar selbst dann, wenn auch der Ehemann in dieser Zeit Geschlechtsverkehr mit der Kindesmutter gehabt hat (BGHZ 61, 195 = NJW 1973, 1875 = FamRZ 1973, 592; BGH NJW 1978, 1629).

Auf den fehlenden Vaterschaftstest können Sie sich daher nicht berufen.

Möglich wäre allenfalls eine Vaterschaftsanfechtung dann, wenn Sie die Frist unverschuldet versäumt haben. Dies wäre bei einer Krankheit wie etwa einer Depression durchaus möglich.

Allerdings müsste dies dann durch ein ärztliches Attest bestätigt werden.


Zu Ihrer zweiten Frage:

Auswirkungen auf den Zugewinn sind unter § 1381 BGB denkbar (schuldhafte Verletzung persönlicher Ehepflichten).

Allerdings ist hier die Rechtsprechung des BGH sehr zurückhaltend.

Auswirkungen auf den Zugewinn haben Sie nur bei jahrelangem Ehebruch, BGHZ 46, 343; OLG Hamm FamRZ 1976, 633; OLG Bamberg NJW-RR 1997, 1436) zu befürchten.

Ihr Seitensprung reicht hierzu jedenfalls nicht aus um Ihren Ausgleichsanspruch in Frage zu stellen.








Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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