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Anfechtung einer Prüfung


01.07.2007 01:24 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Stefanie Helzel



Sehr geehrte Damen und Herren,

an meiner Universität gibt es vier unterschiedliche Professoren, die Ende Juli eine Prüfung zum gleichen Thema im Fachbereich VWL stellen.

1. Die Prüfung, von meinem Professor, soll aus Multiple-Choice Fragen bestehen.
Dabei erhält man für falsche angegebene "Kreuze" (falsche Antworten) 1 Minuspunkt pro Antwort und für pro richtige Antworten einen +1 Punkt.

Die Minus-Punkte werden dann mit den Pluspunkten der ganzen Prüfung verrechnet. I
z.B. Ich könnte also in einer Aufgabe mit 4 Antworten und 4 falschen Antworten, 4 Minuspunkte erhalten.

Somit wird man bei falschen Antworten doppelt "bestraft", dass man generell keine Punkte bekommt und dann zzgl. die Minuspunkte.

Beispiel: So wäre doch eine Prüfung mit 80Punkten von 100 möglichen Punkten keine 2,3 (Note irrelevant), sondern durch die Minuspunkte (20 Punkten) mit nur noch 60 Punkte eine vielschlechtere.

Ist so ein Bewertungsmuster rechtskonform, da diese Bewertungsschema nicht "fair" und unüblich an meiner Universität ist? Gibt es eventuelle schon vorhandene Urteile?

2. Wenn vier Professoren 4 unterschiedliche Prüfungen zu den gleichen Themengebiet VWL 2 stellen, muss dann nicht wegen der Gleichberechtigung das gleiche Bewertungsschema benutzt werden?

Alle andere Professoren haben in ihren Bewertungen keine "Minuspunkte" Regelung.

Über eine schnelle Antwort, wäre ich dankbank.

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Sehr geehrter Fragesteller,

es ist durchaus nicht unüblich, dass multiple choice (MC) Tests mit Minuspunkten für falsche Antworten verwendet werden. Dieser enden aber auch grundsätzlich bei 0 Punkten, die Vergabe von Minuspunkten ist mir nicht bekannt. Daher wird auch gegen die Rechtmäßigkeit der Verwendung dieser Tests nichts einzuwenden sein.

Letztlich kommt es darauf an, wie das Bewertungsschema generell, auch im Vergleich zu den anderen Prüfern aussieht. Ich greife einmal Ihr genanntes Beispiel auf. Ich gehe davon aus, dass das von Ihrem Prüfer verwendete Bewertungsschema eine andere Notenskalierung enthält. So, dass beispielsweise die Note 1 vergeben wird, bei 80 - 100 Punkten und die Note 2 bei 55 - 79, während beispielsweise bei den anderen Prüfern eine Note 2 nur bis 65 Punkte vergeben wird. (Die genannten Punktzahlen sind nur exemplarisch.)

Bei der unterschiedlichen Verwendung von Bewertungsschemata muss jedenfalls anderweitig ein Ausgleich in der Bewertungsskala stattfinden. Dazu machen Sie leider keine Aussage, so dass mir hier eine Einschätzung dahingehend, ob eine Ungleichbehandlung stattfindet, nicht möglich ist.

Sofern dieser von mir genannte Ausgleich bei der Einstufung stattfindet, ist das von Ihrem Prüfer verwendete Schema auch nicht mehr unfair.
Sie sollten in jedem Fall nach Rückgabe der Klausuren Vergleiche anstellen, mit den Prüfungen/Bewertungen der anderen Prüfer. Sobald sich in dann tatsächlich eine Ungleichbehandlung in der Bewertung herausstellt, können Sie die Prüfung anfechten. Diese Möglichkeit steht Ihnen jedoch erst offen, wenn es wirklich zu einer "Fehlbeurteilung" kommt. Soweit der Prüfer eine andere Skalierung verwendet und die Punkte anders verteilt werden, was m.E. zwingend erforderlich ist, liegt kein Anfechtungsgrund vor.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung vermittelt zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Helzel
- Rechtsanwältin –

Ansbacher Str. 11b
91710 Gunzenhausen
Tel. 09831/8908-0
Fax 09831/8908-19
info@123kanzlei.net

Bitte beachten Sie, dass diese Antwort die von Ihnen geschilderten, wesentlichen Aspekte des Falles umfasst, jedoch weitere Tatsachen relevant sein können, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis führen würden. Diese Plattform ist lediglich geeignet, eine erste Einschätzung zu geben, kann jedoch die persönliche Beratung eines Anwalts vor Ort nicht ersetzen
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