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Anfechtung des Sorgerecht /Umgangsrecht


24.05.2006 19:19 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Hallo zusammen,

mein Ex-Gatte und ich sind seit Januar 2006 rechtskräftig geschieden. Unser gemeinsamer 13-jähriger Sohn wohnt bei mir. Wir teilen uns das Sorgerecht. Zu meinem Ex-Gatten habe ich keinen persönlichen Kontakt mehr. Es sei denn, er holt oder bringt unseren Sohn nach Hause. Das Umgangsrecht haben wir so geregelt, das er ihn jederzeit (in Absprache mit mir) sehen kann. Mein Sohn übernachtet auch ab und an bei ihm.

Bis vor kurzem hatte ich auch nicht dagegen. Nun mache ich mir langsam Sorgen, das der Umgang mit seinem Vater meinem Sohn schaden könnte.

Mir ist von mehreren Seiten zugetragen worden, dass mein Ex-Gatten nun angefangen hat Joints zu rauchen. Er ist von Freunden von mir auch gesehen worden, wie er sich einen Joint gedreht hat und diesen geraucht hat. Ich persönlich habe es allerdings nicht gesehen.

Ich weiß nicht, wie ich darauf reagieren soll. Ich habe Angst, dass er das irgendwann mal in Gegenwart meines Sohn macht. Ich persönlich kann ihn auch nicht darauf ansprechen, weil alles was von mir kommt blockt er ab. Mein Sohn ist voll in der Pubertät und reagiert dementsprechend. Ich habe Angst, wenn er das mal mitbekommen sollte, er das Joint-Rauchen als völlig normal ansieht, weil sein Vater dies ja auch tut. Ich will meinem Sohn seinen Vater auch nicht madig machen, weil er ihn, trotz aller Streitigkeiten zwischen ihm und mir, sehr liebt.

Meine Frage ist nun, habe ich irgend eine Möglichkeit, das alleinige Sorgerecht zu bekommen, oder muß ich einfach hilflos zusehen.

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Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wollen Sie die den Sohn betreffenden Angelegenheiten allein regeln, ohne dass der andere Teil ein Mitspracherecht hat, muss darüber das Familiengericht entscheiden.

Das Gericht wird seine Entscheidung daran ausrichten, was die bessere Lösung für das Kind ist, also dem Kindeswohl am meisten entspricht.

Insoweit ist aber zu berücksichtigen, dass Ihr Sohn, wenn er 14 Jahre alt wird, dem Antrag eines Elternteils auf alleiniges Sorgerecht widersprechen kann.

Die Übertragung des alleinigen Sorgerechts auf einen Elternteil kann nach § 1666 BGB bei einer Kindeswohlgefährdung durch die Entziehung der elterlichen Sorge für einen Elternteil erfolgen.

Sollte der Kindesvater tatsächlich in Gegenwart des minderjährigen Sohnes Straftaten begehen, und dazu zählt auch der Genuß von Cannabis, käme dies einer Kindeswohlgefährdung gleich und ein Antrag auf Entziehung des Sorgerechts hätte sicher gute Chancen.

Es wird nur problematisch werden, dem Vater den Konsum von Cannabisprodukten auch tatsächlich nachzuweisen.

Ihrer Schilderung entnehme ich auch, dass Sie zum jetzigen Zeitpunkt noch lediglich Befürchtungen hegen. Diese allein reichen aber für einen Sorgerechtsentzug nicht aus.

Leider kann man hier auch erst erfolgreich tätig werden, wenn die Kindeswohlgefährdung tatsächlich zu befürchten steht bzw. bereits erfolgt ist.

Sie sollten den Kindesvater auf Ihre Vermutung hin ansprechen und diesem klar machen, dass Sie nicht zögern werden sowohl zivilrechtlich, als auch strafrechtlich gegen Ihn vorzugehen, sobald Sie erfahren, dass Ihr Sohn durch den Konsum von Betäubungsmitteln eine Kindeswohlgefährdung erfährt.

Andere Möglichkeiten sehe ich aufgrund der vorliegenden Vermutungen zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht.


Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
-Rechtsanwalt-

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