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Anfechtung der Erbschaft


23.06.2007 11:18 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrter Herr Anwalt,

mein Vater ist 2001 im Alter von 59 Jahren verstorben.
Meine Mutter lehnte das Erbe ab.
Mein Bruder und ich waren die Erben.
Ein Haus mit Grundstück und ein angrenzendes Grundstück mußte aufgeteilt werden, dass mein Bruder das Einfam. Haus übernehmen konnte.
Ich übernahm die ca. 1600 qm. große teilerschlossene Wiese mit Scheune.

Schulden wurden auch mit vererbt.
Unser Cousin von der Deutschen Vermögensberatung schätzte Haus und Hof zu gleichen Teilen.

Mein Bruder das Haus mit Grundstück zu 45000 Euro
und ich das angrenzende Grundstück zu 45000 Euro.

Aufnehmen mußte rund 30000 Euro um die Restschuld zu begleichen.
Mein Bruder nahm rund 90 000 Euro auf, wollte aber noch das Haus renovieren, und eine Einliegerwohnung in den Keller bauen.

Ich spielte mit dem Gedanken das Grundstück zu verkaufen.
Es wurde durch die Sparkasse geschätz.

Bei der Schätzung ergab sich eine GesamtSumme von nur 22000 Euro bis max. 24000 Euro für mein Grundstück.

Dies liegt nun weit unter 45000 Euro.

Nach meiner Ansicht ist auch das Haus mit Grundstück mehr Wert als nur 45000 Euro.

Ich fühle mich betrogen, muß nun für 30000 Euro für die nächsten 10 Jahre aufkommen.

Die Erbschaft wurde erst letzen Sommer angenommen.
Kann diese angefochten werden ?

Was steht nun in meiner Macht?

Handelt es sich hier nicht um eine Falschberatung ?

Vielen Dank für Ihre Mühe

C. Neher

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Sehr geehrte Fragestellerin,
unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und der von Ihnen mitgeteilten Daten beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt.
1. Anfechtung der Erbschaft
Sie könnten versuchen, die Erbschaftsannahme anzufechten. Ein Anfechtungsgrund ist ein Irrtum über verkehrswesentliche Eigenschaften des Nachlasses. Darunter fällt jeder wesentliche Nachlasswert und jede wesentliche Belastung. In Ihrem Fall kann an eine Überschuldung des Nachlasses gedacht werden. Wenden Sie sich bitte an das zuständige Nachlassgericht. Die Anfechtungsfrist beträgt sechs Wochen von der Kenntnis des Anfechtungsgrundes ab.

2. Setzten Sie sich nochmals nit Ihrem Bruder zusammen und reden Sie über die Aufteilung des Nachlasses. Wenn Sie denken Ihr Bruder hat einen höheren Wert erhalten, können Sie versuchen mit ihm über eine Ausgleichszahlung zu verhandeln
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