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Anfechtung der Annahme der Erbschaft. Haftungsbeschränkung noch möglich ?

09.10.2013 11:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Zur Beschränkung der Haftung des Erben.

Hallo !

Ein Erbe versäumt die Ausschlagungsfrist von 6 Wochen.
Er fechtet die Annahme mit der Begründung an,
das er von der Überschuldung des Erbes nichts wusste.
Es wird ihm aber nachgewiesen das er sehr wohl von der
Überschuldung wusste.
Der Erbe wird nun daraufhin wieder als Erbe eingesetzt.
Kann der Erbe nun trotz Ablehnung der Anfechtung und
trotz wissens um die Überschuldung immer noch seine
Haftung auf den Nachlass beschränken oder
haftet er auch mit seinem Privatvermögen ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1.
Nach § 1967 BGB haftet der Erbe für die Nachlassverbindlichkeiten grundsätzlich unbeschränkt.

2.
Die Haftung des Erben für die Nachlassverbindlichkeiten beschränkt sich nach § 1975 BGB jedoch auf den Nachlass, wenn eine Nachlassverwaltung zum Zwecke der Befriedigung der Nachlassgläubiger angeordnet oder das Nachlassinsolvenzverfahren eröffnet ist.

3.
Die Nachlassverwaltung ist vom Nachlassgericht anzuordnen, wenn der Erbe die Anordnung beantragt (§ 1981 Abs. 1 BGB).

Die Anordnung kann abgelehnt werden, wenn eine den Kosten Kosten entsprechende Masse nicht vorhanden ist (§ 1982 BGB).

Mit der Anordnung der Nachlassverwaltung verliert der Erbe die Befugnis, den Nachlass zu verwalten und über ihn zu verfügen. Ein Anspruch gegen den Nachlass kann nur gegen den Nachlassverwalter geltend gemacht werden. Zwangsvollstreckungen in dern Nachlass zugunsten eines Gläubigers, der nicht Nachlassgläubiger ist, sind ausgeschlossen (§ 1984 BGB).

4.
Einen Antrag auf Eröffnung des Nachlassinsolvenzverfahrens hat der Erbe nach § 1980 Abs. 1 UNVERZÜGLICH nach Kenntniserlangung von der Überschuldung des Nachlasses zu stellen.
Verletzt er diese Pflicht, so ist er den Gläubigern für den daraus entstehenden Schaden verantwortlich.

5.
Da die Rechtslage kompliziert ist empfehle ich die Sache mit einem Rechtsanwalt vor Ort zu erörtern und das mögliche weitere Vorgehen zu klären.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Moosmann, Rechtsanwalt

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