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Anfechtung Begünstigtenregelung Lebensversicherung

07.06.2010 15:42 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Hallo,

mein Vater ist verstorben und hat eine Kapitallebensversicherung hinterlassen. Wir sind zwei Geschwister und vor ca. 3 Jahren hat unser Vater die Begünstigtenregelung zugunsten meiner Schwester geändert. Nun gehe ich leer aus!

Kann ich als eheliche Tochter die Lebensversicherung des Vaters anfechten und darauf plädieren, dass auch ich als Begünstigte - neben meiner Schwester - zu 50 % ein sog. Pflichtanteil erhalte.

Ich habe bereits im Internet gelesen, dass die Lebensversicherung nicht zum Nachlass gehört und eine Schenkung ist. Stimmt das?

Hätte die Anfechtung erfolgt?

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich anhand Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworten:

Eine Anfechtung der Bezugsberechtigung kommt hier mangels ersichtlicher Anfechtungsgründe nicht in Betracht. Ihr Vater war zu Lebzeiten nicht gehindert, Ihre Schwester als Bezugsberechtigte einzusetzen. Dies muessen Sie leider so hinnehmen.

Richtig ist auch, dass die LV nicht in den Nachlass fällt, sondern als Schenkung zu betrachten ist.

Als Erbin des hälftigen gesetzlichen Erbteils können Sie aber nach §§ 2325, 2326 BGB unter Umständen Ergänzung Ihres Erbteils bis zum Wert des Pflichteils ( unter Einrechnung der Schenkung ) verlangen. Dies bliebe einer gesonderten Prüfung vorbehalten. § 2326 BGB will aber gerade verhindern, dass der Erblasser fast sein gesamtes Vermögen wegschenkt und eines der Kinder mit der noch verbleibenden Hälfte des Nachlasses abfindet. In diesem Fall besteht ein Ergänzungsanspruch.

Dabei gehe ich davon aus, dass Sie nicht enterbt worden sind, sondern nur der wesentliche Nachlasswert durch die Einsetzung Ihrer Schwester als Bezugsberechtigte dem Nachlass enttogen worden ist.

Ich hoffe, ihnen zunächst einen Überblick verschaft zu haben und stehe ihnen gern für weitere Beratung oder Vertretung in dieser Erbangelegenheit zur Seite.

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