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Anfangsvermögen Hausbau mit Darlehn


23.10.2005 13:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Bevor wir heirateten fingen wir an ein Haus zu bauen. Im Grundbuch war meine Ex-Frau alleine eingetragen (bis heute). Es wurde ein Darlehn aufgenommen das auf beide Namen lief. Bis zur Heirat was das Darlehn aufgebraucht. Nach der Heirat wurde weiters Geld in den Hausbau gesteckt.
Eingezogen sind wir kurz nach der Hochzeit. Die Tilgung der Darlehn begann nach der Heirat.

Ist das Darlehn im Anfangsvermögen als negativer Wert aufzuteilen oder nur meiner Ex-Frau anzurechnen?

Sind die Zinzenaufwendungen die während der Ehe entstanden meiner Ex-Frau vom Anfangsvermögen abzuziehen?

Wie sind die Tilgungsraten im Zugewinn anzusetzen?
23.10.2005 | 14:27

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

für Ihre Online-Anfrage bedanke ich mich zunächst und beantworte sie unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt:

Ich weise ausdrücklich darauf hin ,dass im Rahmen dieses Forums eine abschließende Beratung für den Zugewinn nicht möglich ist und an dieser Stelle nur ein erster Überblick gegeben werden kann (s. Hilfe-Button!).

Der Zugewinn jedes Beteiligten ermittelt sich zunächst gem. § 1373 BGB danach, in welcher Höhe der Endbetrag des Vermögens den Anfangsbetrag übersteigt.. Dann werden das Anfangs- und das Endvermögen beider Ehegatten verglichen. Übersteigt der Zugewinn des einen Ehegatten den Zugewinn des anderen, so steht die Hälfte des Überschusses dem anderen Ehegatten als Ausgleichsforderung zu.

Voraussichtlich wird Ihre Ex-Partnerin, da allein im Grundbuch für die vorhandene und sicher werthaltige Immobilie eingetragen, an Sie einen Zugewinnausgleich zahlen müssen.

1.
Schulden führen nie zu einem negativen Anfangsvermögen, da dieses im äußersten Fall 0 beträgt, vgl. § 1374 BGB. Verbindlichkeiten werden natürlich ansonsten abgezogen – jeweils im Anfangsvermögens des Partners, der die Schulden gemacht hat. Wenn die Schulden gemeinschaftlich gemacht wurden, ist auch grds. ein jeweils hälftiger Abzug vom Anfangsvermögen vorzunehmen, wenn keine anderslautenden Vereinbarungen vorliegen.

2.
Die bereits getätigten Zinsaufwendungen sind irrelevant beim Zugewinn. Entscheidend ist nur das tatsächlich am Ende vorhandene Vermögen (zzgl. Kaufkraftschwund!). Dies kann effektiv regelmäßig nicht ohne ein Gutachten betreffend den Hauswert beantwortet werden.

3.
Für den Wert des Endvermögens spielen die Tilgungsraten (je nachdem wer sie bezahlt) regelmäßig eine Rolle. Allerdings ist dies hier für die bereits zur Zeit der Ehe geleisteten Raten anders, da es nur auf den verbleibenden Vermögenswert ankommt. Geld was ausgegeben wurde, wird daneben aber nie berücksichtigt. Von daher verändern sich die Werte wegen der Tilgungsraten nicht.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine hilfreiche, erste Orientierung gegeben zu haben. Gerne stehe ich auch für die weitere Vertretung – auch im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion - zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich dazu einfach über den untenstehenden link!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

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Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 23.10.2005 | 14:46

Das Darlehn wurde zum Hausbau verwendet. Das Haus läuft auf ihren Namen. Somit habe ich keinen Nutzen aus dem Darlehn. Wird mir trotzdem das halbe Darlehn von meinen Anfangsvermögen abgezogen??

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.10.2005 | 22:54

Sehr geehrter Fragesteller,

es wird abgezogen. Das entspricht auch der Billigkeit, da es letztlich über den Zugewinnausgleich ausgeglichen wird. Sie könnten ansonsten - unabhängig vom Zugewinn - den Betrag als ehebedingte Zuwendung wegen Wegfall der Geschäftsgrundlage zurückfordern. Es ist aber Tatfrage, ob Sie dann (vom Prozessrisiko einmal abgesehen, am Ende mehr bekommen.

mfg

RA Hellmann

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