Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anerkennung doppelte Haushaltsfuehrung

19.03.2009 14:48 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bewohne mit meiner Mutter (85 Jahre) ein grosses Haus (zwei Wohnungen) in der Naehe von Augsburg. Aus berufl Gruenden habe ich eine zweite Wohnung in Muenchen. Da ich jegliche koerperliche Arbeiten (Renovierung, Streichen, Putzen, Gartenpflege....) am Haus meiner Mutter (sie kann es aus Altersgruenden nicht mehr tun) uebernehme, uebernimmt meine Mutter alle Unkosten (Strom, Wasser...) und ich bezahle keine Miete. Habe ich eine Chance, dass mir das Finanzamt die doppelte Haushaltsfuehrung anerkennt. Die alternative waere, dass meine Mutter ins Altersheim gehen muss.

Ich danke Ihnen fuer Ihr Feedback

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand Ihrer Angaben und des von IHnen ausgelobten Einsatzes wie folgt beantworten:

Der BFH hat bisher nur die Aufwendungen im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung anerkannt, wenn ein Familienhausstand vorlag. Für Junggesellen war daher der Abzug regelmäßig nicht anerkannt worden.

Diese Rechtsprechung hat der BFH mittlerweile glücklicherweise aufgegeben und erkennt nun auch die doppelte Haushaltsführung von Alleinstehenden an. Voraussetzung ist aber, dass seine bisherige Wohnung weiterhin seinen Lebensmittelpunkt darstellt. Dies vorausgesetzt kommt hinzu, dass der BFH fordert, dass der nicht verheiratete Arbeitnehmer die Wohnung aus eigenem Recht nutzt. (BFH <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20R%20165/97" target="_blank" class="djo_link" title="BFH, 12.09.2000 - VI R 165/97: Eigener Hausstand bei Lebenspartnern">VI R 165/97</a> ).

Dies bedeutet, dass er die Wohnung entweder durch Eigentum oder vertraglich zu nutzen legitimiert ist.
Ihren Angaben nach dürfen Sie zwar die Wohnung nutzen und erbringen im Gegenzug Leistungen an Haus und Garten, eine mietvertragliche Regelung, die dem Drittvergleich standhält, besteht jedoch nicht, dies würde eine angemessene Mietzahlung voraussetzen.

Ich rate Ihnen daher die Kosten für die doppelte Haushaltsführung anzusetzen unter Angabe der tatsächlichen Umstände, um dann gegebenenfalls Einspruch gegen den Steuerbescheid einzulegen, sofern diese nicht anerkannt werden.


FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 80374 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnelle, ausführliche und verständliche Antwort! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Meine Frage wurde zu meiner Zufriedenheit beantwortet! Herzlichen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich hätte niemals gedacht, dass sich ein Anwalt hier so viel Zeit nimmt und dann auch noch so ausführlich und detailliert Fragen beantwortet. Top! ...
FRAGESTELLER