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Anerkennung der Vaterschaft nach 10 Jahre

| 07.07.2010 14:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla


Ich hatte vor ca 11 Jahren eine außereheliche Beziehung. Nun kommt die Dame nach 10 Jahren sie habe ein Kind von mir. Außerdem sei sie unheilbar von Krebs erkrankt. Sie möchte nun, dass ich die Vaterschaft anerkenne, damit das Kind "seine Wurzeln kennt" - So fing es an.
Nun fordert sie 50.000 € rückwirkend Unterhalt, damit sie sich einer OP unterziehen kann. Ich habe Nachforschungen anstellen lassen mit dem Ergebnis: Es gibt ein Kind aber die Dame hat gar keinen Krebs und erfreut sich bester Gesundheit.
Ich werde mit Mails zugespammt:.....
Frage: kann ich nach 10 Jahren überhaupt noch zu einem Vaterschaftstest gezwungen werden ? und sollte ich der Vater sein...muss ich dann für Jahre rückwirkend zahlen ?

Sehr geehrter Ratsuchender ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nachfolgend möchte ich zu Ihrer Ergänzungsfrage sehr gerne wie folgt Stellung nehmen:

Zu 1.)Kann ich nach 10 Jahren überhaupt noch zu einem Vaterschaftstest gezwungen werden ?

Unter bestimmten Voraussetzungen könnten Sie in der Tat verpflichtet sein in die Durchführung eines Gentests einzuwilligen.

Dies ist ausdrücklich im Gesetz geregelt und zwar in § 1598a BGB .

Nach dieser Vorschrift hat das Kind, der Vater aber auch die Mutter (hier also die Schwangere) die Möglichkeit, zur Klärung der leiblichen Abstammung des Kindes zu verlangen, also dass in eine genetische Abstammungsuntersuchung eingewilligt wird.

Die eben genannte Vorschrift beinhaltet keine Fristen, so dass Sie theoretisch auch 10 Jahre später noch zu einem Vaterschaftstest herangezogen werden können.



Zu 2.)und sollte ich der Vater sein...muss ich dann für Jahre rückwirkend zahlen ?

Selbst falls die Mutter dringend das Geld für eine Operation benötigen sollte, ist dieses für die rechtliche Beurteilung und insbesondere im Hinblick auf ihre Zahlungspflicht völlig unerheblich. Es kommt allein darauf an, ob sie der leibliche Vater sind und Ihr Kind Ihnen gegenüber einen Unterhaltsanspruch hat.

Für die rückwirkende Geltendmachung eine Unterhaltsanspruches ist grundsätzlich Voraussetzung, dass der Verpflichtete, also vorliegend Sie, zur Auskunft über sein Einkommen und Vermögen aufgefordert worden ist, zusätzlich in Verzug mit der Unterhaltsforderung ist oder der Unterhaltsanspruch rechtshängig geworden ist, also bei Gericht in Form einer Klage vorliegt.

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung gehe ich davon aus, dass diese Voraussetzungen in Ihrem Fall nicht vorliegen. Sollte dies doch der Fall sein, so bitte ich um einen entsprechenden Hinweis, damit ich im Rahmen der kostenlosen Nachfrageoption in diesem Forum dazu abschließend Stellung nehmen kann.

Von diesem Grundsatz gibt es aber auch Ausnahmen, so dass ausnahmsweise doch rückwirkend für die Vergangenheit Unterhalt verlangt werden kann. Eine solche Ausnahme liegt vor allem dann vor, wenn der Berechtigte, also das Kind vorliegend, aus rechtlichen Gründen an der Geltendmachung des Unterhaltsanspruchs gehindert war .

Ein solcher Ausnahmefall liegt bei Ihnen leider vor. Das Kind war nämlich aus rechtlichen Gründen daran gehindert, seinen Anspruch geltend zu machen, da Ihre Vaterschaft noch nicht festgestellt wurde. Dieses ist nach der Rechtsprechung ein Paradebeispiel für eine solche Ausnahme. Demnach können Sie leider grundsätzlich auch rückwirkend auf Unterhaltszahlung in Anspruch genommen werden


Ich hoffe Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben auch wenn ist es bedaure, Ihnen keine positivere Nachricht geben zu können und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochnachmittag!

Bei Verständnisfragen fragen Sie bitte nach.



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Tel. 0471/3088132
Fax: 0471/57774

Bewertung des Fragestellers 09.07.2010 | 07:11

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