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Androhung einer Kündigung

16.04.2008 19:22 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit 2001 als Angestellte bei der katholischen Kirche beschäftigt. Zuerst war es nur eine ABM-Maßnahme, dann war ich befristet und seit Juni 2006 fest angestellt (Beschäftigungsumfang 50 %). Nun mußten unsere Stellenbeschreibungen neu geschrieben werden, weil sich einige Aufgaben geändert haben. Aufgrund meiner guten EDV-Kenntnisse, hatte ich mich bereit erklärt, mich neben meinen normalen Aufgaben (Kundenbetreuung und Schreibarbeiten) um die EDV zu kümmern, da wir mit einem Programm arbeiten müssen, dass seit seiner Installation 2004 nicht stabil läuft. Diese Betreuung, als von mir selbst in meine Stellenbeschreibung eingefügt, ist mit häufigen Telefonieren und Schreiberei mit der Software-Firma verbunden. Das alles mache ich gern. Aber wenn man immer damit konfrontiert wird, dass wenn ein Loch gestopft ist, ein Neues aufgeht, vergeht einem etwas die Lust. Außerdem gerate ich mit meinen anderen Arbeiten in Rückstand. Das habe ich quasi zur Sprache gebracht und angeregt, dass Programm zu wechseln. Darauf wurde mir gesagt, dies doch in andere Hände zu legen. Jetzt habe ich gehört, wenn dies geschieht, verliert meine Stelle ihre Berechtigung. Kann man mir kündigen? Ist das Rechtens? Ich will ja gern weiterhin das Programm betreuen. Ich verweigere nicht die Arbeit. Es ist nur manchmal frustierend, wenn man selbst keine Verbesserung sieht.
Ich weiß nicht, ob Sie sich in meine Situation hineinversetzen können. Vielleicht geben Sie mir einfach nur einen Rat, wie ich mich meinen Vorgesetzten gegenüber verhalten soll. Denn meinen Job möchte ich nicht verlieren.

Vielen Dank im Vorraus

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Frage und das damit entgegengebrachte Vertrauen. Gerne will ich Ihnen den gewünschten Rat geben, der zunächst nicht unbedingt juristische Natur ist: Reden Sie mit Ihren Vorgesetzten, Ihrem Arbeitgeber, ggf. über eine Mittelsperson, zB. dem Betriebsrat. Sprechen Sie die Probleme offen an.

Wenn Ihr Arbeitgeber ein echtes Interesse daran hat, das Problem zu lösen, wird er sich auf ein konstruktives Gespräch einlassen.

Juristisch ist zu schreiben, dass eine Kündigung, gerade dann, wenn von Arbeitgeberseite Pflichten nicht eingehalten werden, hier die Funktionsfähigkeit des Programms oder zumindest die Sicherstellung der künftigen Funktionsfähigkeit. Solange Sie Ihre Pflichten aus dem Arbeitsvertrag weiter erfüllen (also keine Arbeitsverweigerung), wobei evtl. zu prüfen wäre, inwiefern die Stellenbeschreibung tatsächlich Vertragsinhalt geworden ist (letztlich kommt es hier auf den Inhalt des Arbeitsvertrags an), ist eine Kündigung aus verhaltensbedingten oder personenbedingten Gründen ausgeschlossen. Ob dies nun positiv für den Arbeitgeber ist, weil widerwillig ausgeführt, spielt keine Rolle. Nur wenn Sie selbst dem Arbeitgeber mit der Einstellung gegenüber treten, ich will meine Tätigkeit nicht mehr ausüben, könnte man über eine Kündigung nachdenken. Hierzu bedarf es aber einer eindeutigen Erklärung bzw. Kündigung.

Ich hoffe, Ihnen vorerst weiter geholfen zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.stracke-und-collegen.com



Nachfrage vom Fragesteller 18.04.2008 | 14:03

Sehr geehrter Herr Joachim,

vielen Dank für Ihren Rat. Meine Vorgestzte ist selbst an mich herangetren und ich glaube, dass Mißverständnis ist ausgeräumt.

Mit freundlichen Grüßen

Almut Boeker

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.04.2008 | 20:40

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich freue mich für Sie, dass es damit einen positiven Lösungsansatz gibt und hoffe, dass Ihnen mein Rat auch bei der weiteren Diskussion hilft.

Mit freundlichen Grüßen und Wünschen für ein angenehmes Wochenende.

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.stracke-und-collegen.com

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