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Androhung der Verweigerung des Besuchsrecht


06.03.2007 12:50 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Ich bin mit meinem jetzigen Partner seit über 7 Jahren zusammen, davon leben wir in einer gemeinsamen Wohnung seit 6 Jahren. Mein Partner ist seit knapp 8 Jahren getrennt lebend und seit fast 7 Jahren geschieden. Aus dieser Ehe kommt ein inzwischen 10-jähriger Sohn. Das Sorgerecht liegt bei beiden. Die Unterhaltszahlungen meines Partners erfolgen von Anfang an absolut zuverlässig und regelmäßig. Seit Anfang an haben wir alle 14 Tage den Sohn meines Partners aus seiner ersten Ehe von Freitag bis Sonntag bei uns. Und er kommt immer sehr gerne zu uns. Er hat seit Anfang an in unserer gemeinsamen Wohnung ein eigenes Kinderzimmer. Nun geht es darum, daß der Sohn nun ins Gymnasium wechseln könnte, da er ein sehr gutes Übertrittszeugnis hat. Aufgrund der gesamten und zukünftigen Arbeitsmarktlage hätten mein Partner und ich sehr gerne, daß der Sohn dies auch tut, was aber von der Mutter abgelehnt wird. Die Gründe dafür kann sie uns aber eigentlich nicht nennen. Wir haben während unserer gemeinsamen Wochenenden immer wieder versucht, vernünftig mit ihm darüber zu reden, ihm alle Chancen aufgezeigt, und auch die Möglichkeit des Rücktritts aus dem Gymnasium gezeigt, wenn er z. B. überfordert wäre. Die Meinung der Mutter ist aber eine andere. Sie ist der Meinung, daß er auch mit der Mittleren Reife sehr gute Arbeitschancen. Der Sohn ist natürlich nun sehr zwiegespalten. Nun gibt es ständige hysterische Anrufe der Mutter, wo sie nun zu guter letzt meinem Partner androht, ihm das Sorgerecht zu entziehen und ihm nun auch verweigert, zur Abholung des Sohnes die Hälfte des Weges (was seit Anfang an besteht, da die beiden Wohnorte zu weit auseinander liegen) entgegen zu fahren. Was fast einem Entzug des Besuchsrechtes gleich kommt. Außerdem droht sie mir inzwischen, daß sie mich bei uns zu Hause besuchen kommt und wer weiß was anstellt. Und dies nur, weil ich mich ihrer Meinung nach zu sehr in die ganze Sache einmische. Aber der Sohn ist für mich nach all den Jahren fast wie ein eigener und mir liegt sein Wohl sehr am Herzen. Wir fühlen uns inzwischen regelrecht belästigt und auch bedroht von ihr. Und haben natürlich nun auch Angst, daß zum guten Schluß der Sohn nicht mehr kommen darf. Was können wir tun?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihr Partner sollte hier die Mithilfe des Jugendamts in Anspruch nehmen.

Da nach Ihrer Schilderung ein vernünftiges Gespräch mit der Mutter nicht möglich ist, aber unbedingt die Angelegenheit für den Sohn geregelt werden muss, schlage ich zunächst diesen Weg vor.

Dazu kann Ihr Partner bei dem Jugendamt für seinen Wohnort einen Termin vereinbaren und die Situation schildern.

In der Regel finden dann gemeinsame Gespräche beim Jugendamt statt, mit dem Ziel eine Lösung zu finden. In einer Vielzahl von Fällen führt diese Vorgehensweise auch zum Erfolg.

Es bestehen natürlich auch weitaus einschneidendere Möglichkeiten. Dabei handelt es sich um die gerichtlichen Auseinandersetzungen.

Zum einen kann die Regelung des Umgangsrecht und die Ausgestaltung , wer bringt den Sohn wann wo hin, auf Antrag gerichtlich festgelegt werden.

Es besteht auch die Möglichkeit eine Entscheidung des Gerichts über die Schulwahl herbeizuführen, wenn sich die Eltern nicht einigen können. Das wäre ein Antrag dahingehend, dass das Gericht Ihrem Partner die Entscheidungbefugnis der Schulwahl übertragen soll.

Es sollte aber zunächst versucht werden, mit dem Jugendamt eine einvernehmliche Lösung zu finden. Wenn dieses aber nicht möglich ist, bleibt nur zum Wohle des Kindes die gerichtliche Auseinandersetzung. Dann sollte Ihr Partner sich aber von einem Kollegen oder einer Kollegin vertreten lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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