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Androhung betriebsbedingter Kündigung bei Inaktivität


| 22.12.2012 10:56 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein unbefristestes AV und bin inzwischen seit einem Jahr in dem Unternehmen tätig.

Mein Einsatzort befand sich in Wohnortnähe, mein AV sagt aber aus, dass ich arbeitsvertraglich zur Niederlassung des Unternehmens gehöre. Diese befindet sich ca. 120 km von meinem Wohnort entfernt.

Im Bewerbungsgespräch wurde(n) mir (uns) als AN damalig jedoch mündlich zugesichert (das Stellengesuch war auch für mein(en/unseren) Wohnort ausgeschrieben), in Wohnortnähe arbeiten zu können. Es sollte ein großer Standort errichtet und expandiert werden.
Da ich(wir) 12h am Tag eingesetzt wurde(n), hat der AG die Wohnortnähe auch überwiegend eingehalten, um so zusätzliche Fahrtzeiten einzugrenzen.

Im November 2012 bin ich erkrankt. In dieser Zeit hat mein AG zwei Versorgungsaufträge unserer einzigsten Klienten in Wohnortnähe fristlos gekündigt, da von Seiten des AG Kommunikationsstörungen mit den Angehörigen aufgetreten sind.
Weitere Versorgungsaufträge hat es nicht gegeben; viele Versprechungen von Seiten des AG, in den Standort zu investieren, wurden nicht umgesetzt.

Mir war sofort klar, dass ich nun in diesem Sinne keinen Arbeitsplatz mehr habe, denn 120km mit dem PKW bis zur Niederlassung zu fahren, dort 12h Dienste zu absolvieren, die Fahrtouren und die zu übernehmende Verantwortung der Klienten, erschien mir schlichtweg unmöglich.
Statt gesund wurde ich also noch kränker und verfiel in eine tiefe Depression, die bis heute anhält. Inzwischen bin ich in psychologischer Behandlung.

Heute erhielt ich einen Brief von meinem AG, der mir mitteilt, dass auf absehbare Zeit in meiner Wohnortnähe keine Einsatzmöglichkeit mehr besteht und ich dauerhaft nur noch in der Niederlassung eingesetzt werden kann. Bis zum 27.12.2012 (!) soll ich dem nun zustimmen.

Wie bereits mitgeteilt, kann ich mometan gar keine klaren Gedanken fassen und ich möchte mich bei meinem AG auch nicht verkehrt mitteilen, genaugenommen möchte ich mich bis zum 27.12.12 auch gar nicht äußern und unter diesen Umständen für die Firma nicht mehr tätig sein.
Der AG schreibt nun weiter, dass, wenn er von mir keine Rückmeldung erhält, er davon ausgeht, dass ich nicht in der Niederlassung arbeiten möchte und er mir dann die betriebsbedingte Kündigung ausstellen würde.

Bin ich denn verpflichtet, mich bis zum 27.12. - in meiner AU - bei meinem AG zu melden? Raten Sie mir zu dieser angedrohten betriebsbedingten Kündigung?
Ab dem 25.12.habe ich Rechtsschutz (Karenzzeit ist vorüber) und ich würde eine Kündigungsschutzklage mit Abfindung anstreben.

Mit freundlichen Grüßen
Mrs. Giggle





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Sehr geehrte Mrs. Giggle,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen. Unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Um Ihre Angelegenheit letztendlich umfassend beurteilen zu können, müssen Sie mir mitteilen, ob der Arbeitgeber dauerhaft mehr als zehn Arbeitnehmer beschäftigt. Nur dann ist das Kündigungsschutzgesetz auf Ihren Fall anwendbar.

Für den Fall, dass das Kündigungsschutzgesetz anwendbar sein sollte, rate ich Ihnen sich nicht unter Druck setzen zu lassen und sich nicht bis zum 27.12.2012 gegenüber Ihrem Arbeitgeber zu äußern.

Für den Fall, dass Sie sich wider Erwarten in einem Kleinbetrieb befinden, dürfte Ihr Arbeitgeber durchsetzen können, dass Sie in der Niederlassung eingesetzt werden.

Falls eine Klage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung versichert sein sollte, empfiehlt sich auf jeden Fall eine Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einzureichen. Allerdings dürfte Ihre Abfindung, so sie denn zu erstreiten wäre, nicht allzu hoch ausfallen, da Sie noch nicht lange bei dem Arbeitgeber beschäftigt sind. Sie können aber ein gutes Zeugnis erlangen und im Zweifel, falls die Güteverhandlung scheitern sollte, noch Annahmeverzugslohn in größerem Umfang geltend machen.

Die Regelabfindung beträgt ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung müssen Sie bei Ihrem Arbeitgeber nach der Regelung des § 5 Entgeltfortzahlungsgesetz überlassen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben und verbleibe. Bei weiteren Fragen oder falls Sie eine Vertretung wünschen nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion. Gerne können Sie mir auch eine E-Mail an info@rechtsanwalt-dreier.de senden.

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Dreier
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 22.12.2012 | 11:56

Guten Tag lieber RA Herr Dreier,

recht vielen Dank für Ihre zügige und schnelle Hilfe. Die wichtigste Frage haben Sie mir ja beantwortet, nämlich, dass ich mich bis zum 27.12. bei meinem AG nicht zu melden brauche und mir daraus hoffentlich auch kein arbeitsrechtlicher Nachteil entsteht?
Und ja, der Betrieb beschäftigt dauerhaft definitiv mehr als 10 MA und ist ein Großbetrieb mit mehreren Standorten in Deutschland. Auch ja, ich habe die AU-Bescheinigungen immer ordnungs-und fristgemäß eingereicht und auch ja, ab dem 25.12. habe ich über meine Versicherung Rechtsschutz.

LG, ein schönes WE und besinnliche Feiertage wünscht Mrs. Giggle

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.12.2012 | 11:59

Sehr geehrte Mrs. Giggle,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Unter diesen Umständen sollten Sie sich erst mal nicht äußern, die betriebsbedingte Kündigung abwarten und hiergegen Klage einreichen.

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Dreier

Bewertung des Fragestellers 24.12.2012 | 10:40


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