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Androhung Veröffentlichung im Internet

22.07.2014 11:45 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Henning


Guten Tag,

ich verkaufe u.a. Tickets für Veranstaltungen, die von Rückgabe oder Stornierung ausgeschlossen sind. Dies ist ausdrücklich bei Buchung vermerkt. Trotzdem versuche ich bei Krankheit möglichst eine Kulanzlösung zu finden.
Nun erhielt ich ein Mail eines Kunden, der aufgrund einer Erkrankung nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte.

Er fordert mich auf, ihm umgehend die volle Summe zurück zu erstatten. Meine Firma nutze die Erkrankung von Gästen aus, habe 'keinen Anstand' usw,, ich würde mich bereichern. An einer Kulanzlösung im Sinne ( z.B. einer Verlegung auf das nächste Jahr) sei er nicht mehr interessiert, er wolle sein Geld zurück.

Sollte die Rückzahlung nicht erfolgen, werde er dieses Vorgehen meiner Firma im Internet 'genügend publik' machen. Ich weiß natürlich, dass ich die Tickets nicht erstatten muss, würde aber durch solche Äußerungen im Internet in Foren durchaus geschädigt, da ich sehr um das Vertrauen meiner Kunden bemüht bin.

Wie sind solche Androhungen rechtlich einschätzen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ohne auf Besonderheiten des Fernabsatzes oder von Außer-Haus-Geschäften eingehen zu wollen, ist ausgehend von Ihren Schilderungen tatsächlich ein Anspruch Ihrer Kunden auf Rückgabe/Umtausch von Tickets nicht gegeben, so wie das Gesetz ein solches Rückgabe-/Umtauschrecht generell nicht vorsieht.

Der betreffende Kunde hat daher keinen Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises. Sofern er diesen Anspruch dennoch mittels der dargestellten Drohung durchzusetzen versucht, handelt es sich um ein strafrechlich relevantes Verhalten. Dies kann gegenüber der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht werden. Ferner würde der Kunde über § 823 Abs. 2 BGB Ihnen für den entstandenen Schaden in Form von Umsatzeinbußen haften - inwieweit die Einbußen nachweisbar sind, wäre aber eine andere Frage.

Beide Möglichkeiten sind aber erst nachträglich möglich, d.h. wenn das schädigende Ereignis (= die Publikation) stattgefunden hat. Im voraus können Sie der Gefahr einer Publikation nur durch Erwirken einer einstweiligen Verfügung begegnen. Diese wäre ein probates Mittel, sofern die Drohung des Kunden ernst zu nehmen ist. Ergänzend kann dem Kunden für den Fall der Veröffentlichung mit dem Stellen einer Strafanzeige bzw. dem Geltendmachen von Schadensersatzansprüchen gedroht werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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