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Androhung Stromsperrung

07.10.2005 10:29 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Der Sachverhalt in Kürze:
Unser Haus hat 2 Stromzähler.Über einen werden ca.4500kWh/Jahr und über den anderen ca.1500kWh/Jahr abgerechnet. Den "größeren" habe ich gekündigt und mir einen billigeren Anbieter gesucht.Der "kleinere" läuft noch beim bisherigen Versorger.
Die mit der Kündigung offenen Forderungen belaufen sich noch auf ca.550€. Mit dem anderen Zähler bin ich mit Zahlungen auf dem laufenden.
Die offene Forderung kann ich nicht im Ganzen zahlen.Ich bot Ratenzahlung über 50€/Monat(die ich seit August auch zahle).Das wurde abgelehnt,mit der Begründung,dass man nur einer Ratenzahlung über 6 Monate zustimmen könne. Das kann ich aber nicht zahlen. Nun droht man mir mit der Sperrung des "kleineren" Zählers,wenn ich den offenen Betrag von ca. 550€ nicht sofort im ganzen bezahle.Ich habe in etlichen Schreiben auf meine finzielle Situation hingewiesen.
Meine Frage:
Darf der Energieversorger das (einen Zähler sperren,wo die Zahlungen korrekt erfolgten, um die Zahlung eines gekündigten Zählers zu erzwingen)?
07.10.2005 | 10:36

Antwort

von


(2361)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
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Sehr geehrter Ratsuchender,

in der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Elektrizitätsversorgung von Tarifkunden (AVBEltV) ist geregelt, wann ein Energieversorger berechtigt ist, die Versorgung einzustellen.

Nach § 33 Abs. 2 ist das Unternehmen berechtigt, bei Nichterfüllung einer Zahlungsverpflichtung trotz Mahnung, die Versorgung zwei Wochen nach Androhung einzustellen.

Dies gilt aber nicht, wenn Sie darlegen können, dass die Folgen der Einstellung außer Verhältnis zur Schwere der Zuwiderhandlung stehen, und hinreichende Aussicht besteht, dass Sie Ihren Verpflichtungen nachkommen.

Genau das ist hier der Fall, so dass eine Sperrung mE unzulässig ist.

Sollte das Unternehmen nicht einlenken, kann ich Ihnen nur raten, einen Kollegen vor Ort aufzusuchen (hierfür steht möglicherweise Beratungshilfe über das Amtsgericht zur Verfügung), um weitergehende Schritte einzuleiten, da dann die individuelle Beratung, die dieses Forum nicht bieten kann (siehe Button "Hilfe") notwendig ist.



Mit freundlichen Grüßen

Rehctsanwältin
Sylvia True-Bohle


ANTWORT VON

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