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Androhung

16.10.2014 11:14 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Im Fall einer Bedrohung mit einer Straftat kann sowohl Strafanzeige gestellt als auch der Drohende zivilrechtlich auf Unterlassung in Anspruch genommen werden. Sollte man mit dem Drohenden einen engen Kontakt haben, ist eher zunächst ein Gespräch zu suchen, um die Situation zu verbessern.

Guten Tag,

wenvorausin Arbeitskollege eine Drohung gegen alle Mittarbeiter in deren Abteilung ausspricht, kann ich mich dann persönlich bedroht fühlen ? .
Sein Wortlaut " Die, die das so hingeschrieben haben ( bezog sich auf den Tippfehler seines Nachnamen )
sind dran."
Desweiteren ist der Arbeitskollege der Meinung das wir ihn kaputtmachen. So sagte er auch " Was dich kaputt macht, musst du kaputt machen, ich weis nicht was ich mache, ob ich Amok laufen soll.....") bezogen auf alle Mitarbeiter in deren Abteilung.

StgB 238 Nachstellung (.....ihn mit der Verletzung von Leben , körperlichen Unversehrtheit, Gesundheit oder Freiheit seiner selbst oder einer ihm nahe stehende Person bedroht. )

StgB 240 Nötigung (...Der Versuch ist Strafbar )

Vielen Dank im voraus

16.10.2014 | 11:50

Antwort

von


(573)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

ein gewisser Anfangsverdacht scheint durchaus gegeben zu sein, so dass Sie zum Einen zur nächsten Polizeidienststelle gehen und Strafanzeige stellen können und zum Anderen den Kollegen zivilrechtlich auf Unterlassung in Anspruch gegeben können.

Allerdings ist es so, dass solche Strafverfahren meist eingestellt und der Antragssteller auf den Privatklageweg verwiesen wird, bei dem er selbst quasi die Staatsanwaltschaft spielen muss. Auch führt ein zivilrechtliche Auseinandersetzung erfahrungsgemäß selten zu einer Besserung der Situation.

Sie sollten daher eher zu Ihrem Vorgesetzten gehen, und ein gemeinsames Gespräch mit allen Kollegen und ggf. auch den Betriebsrat anregen. Ihr Arbeitgeber ist ja verpflichtet, Sie vor etwaigen Angriffen des Betreffenden zu schützen. Eine offene Aussprache mit ggf. nachfolgender Änderung der Arbeitsabläufe kann hier durchaus zielführender sein.
Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

ANTWORT VON

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