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Anderer Standort

26.02.2015 19:44 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Zusammenfassung:

Ohne Versetzungsklausel im Arbeitsvertrag hat der Arbeitnehmer Anspruch darauf an dem Ort beschäftigt zu werden, der im Arbeitsvertrag festgelegt ist.

Ich arbeite seit meiner Lehre 28 Jahren in einem Maschinenbaukonzern mit über 3000 Mitarbeitern (ca. 14 % befristet) an diesem Standort. Meine Abteilung mit 25 Mitarbeitern wurde an einen anderen Standort verlagert. Meine Kollegen wurden nach ihren Probearbeiten in versch. Abteilungen (diese waren vorher teilweise an Fremdfirmen vergeben) am alten Standort versetzt. Ich habe meine erste Probearbeit im IT-Lager abgelehnt, da ich keine Englischkenntnisse habe. Die zweite Probearbeit (Fließband) habe ich nicht abgelehnt, jedoch habe ich um eine Probearbeit im Logistikbereich gebeten, da der Personalchef dies (6 freie Stellen) auch in einem Gespräch angeboten hat. Mit der dritten Probearbeit war ich zufrieden, in dieser Abteilung sind jedoch (incl. Leasingkräfte) ca. 52% befristete Beschäftigte und diese ?erzählen? viel dem Vorgesetzten. Nun ja die beiden letzten Vorgesetzten haben mich abgelehnt, weil ich angeblich zu langsam war. In der Betriebsvereinbarung steht nicht, dass man bei 3 gescheiterten Probearbeiten an den neuen Standort muss. Jetzt habe ich am neuen Standort Probearbeit. Die Entfernung ist einfach 34km statt vorher 16km. Am neuen Standort (500 Mitarbeiter) muss 2Std. die Woche unentgeltlich und ohne Zeitausgleich länger gearbeitet werden, man muss bis in die Pause arbeiten und vor Pausenende schon am Arbeitsplatz sein und ohne Händewaschen wird gegessen. Ich will dort langfristig nicht bleiben. Vor ca. 5 Jahren hat unser Europabetriebsrat sich als Belegschaft bei einer Ausschreibung um den Standort beworben und so kam dieser wieder vom externen Logistikdienstleister zum Maschinenbaukonzern zurück. In 4 Jahren (Gerüchte) gibt es wieder eine neue Ausschreibung.
Meine Frage: In der Betriebsvereinbarung steht zwar das der Lohn gleich bleibt aber ich traue denen dort (die Mitarbeiter dort haben Brutto 550? weniger als ich) nicht ganz. Hätte der Arbeitgeber mir nicht eine betriebsbedingte Änderungskündigung zuschicken müssen, da ja dort ganz andere Bedingungen herrschen? Ich sende Ihnen gerne Arbeitsvertrag und Betriebsvereinbarung per email zu.

Gruß


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich bitte Sie mir die Betriebsvereinbarung und den Arbeitsvertrag noch ergänzend per mail zu senden, da die Antwort in der Tat vom genauen Wortlaut abhängig ist.
Ich würde grundsätzlich davon ausgehen, dass Sie einen Anspruch darauf haben am bisherigen Standort beschäftigt zu werden, falls der Arbeitsort im Arbeitsvertrag festgelegt ist. Dem Direktionsrecht des Arbeitgebers sind dann Grenzen gesetzt. Die Betriebsvereinbarung kann natürlich auch Regelungen zu Versetzungen treffen.

Wenn Ihr Arbeitsplatz im bisherigen Betrieb weggefallen ist, muss der AG Ihnen wie geschehen, einen freien Arbeitsplatz in diesem Betrieb anbieten. Wenn Sie selber den Platz ablehnen ist das in Ordnung. Die Praxis der Probearbeit halte ich für bedenklich, weil man Ihnen den Arbeitsplatz anbieten muss und Sie dann das Recht haben, das Ihnen eine Einarbeitung und falls nötig Weiterqualifizierung angeboten wird.

Wenn weder Vertrag noch Betriebsvereinbarung eine Versetzung rechtfertigen, dann darf der AG Sie nicht per Direktionsrecht versetzen und müsste in der Tat eine Änderungskündigung aussprechen.

Nicht entscheidend ist, was für Bedingungen am neuen Standort herrschen, weil Sie Anspruch auf die bisherigen Arbeitsvertragsbedingungen haben. Selbst wenn Sie am neuen Standort bleiben, haben Sie Recht auf das bisherige Gehalt und auch auf die alte Arbeitszeit.

Ich melde mich per mail, wenn ich die Betriebsvereinbarung und den Vertrag geprüft habe.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht

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