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Andere Arbeitsstelle nach 1 Jahr Elternzeit

| 29.09.2009 21:11 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

vor meiner Elternzeit war ich Vollzeit als Sekretärin der Geschäftsführung beschäftigt. Während meiner Schwangerschaft wurde mir mündlich zugesagt, dass ich meine alte Stelle wieder bekomme, auch wenn ich nur Teilzeit arbeiten möchte. Das Jahr ist rum und ich habe mit der Firma beschlossen, zunächst 25 Std/Woche zu arbeiten. Leider wurde mir beim Personalgespräch mitgeteilt, dass ich nun doch nicht mehr meine Sekretärinnenstelle bekomme, da die 25 Std zu wenig sind. Dazu müsste ich wieder Vollzeit arbeiten. Mir wurde jetzt eine Assistenztätigkeit angeboten, die ich natürlich angenommen habe, da ich aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage keine andere Wahl hatte. Natürlich wurde mir gesagt, dass diese Stelle vergleichbar mit der Sekretärinnenstelle ist. In diesem Beruf arbeite ich nun seit einigen Wochen und bin absolut unzufrieden. Ich habe keinen eigenen Aufgabenbereich mehr, arbeite mehr oder weniger nur noch auf Zuruf von verschiedenen Abteilungen und mache ständig Aushilfsarbeiten, die normalerweise von Azubis erledigt werden. Auch das persönliche Empfinden bei solchen Arbeiten ist natürlich sehr schlecht.
Ich möchte unbedingt wieder in meiner alten Position arbeiten und deshalb nun meine Frage. Habe ich nicht Recht darauf, nach 1 Jahr Elternzeit, meine alte Stelle zu bekommen obwohl ich zunächst nur 25 Std/Woche arbeite? Müsste es nicht die Aufgabe vom Unternehmen sein, zu schauen, das die restliche Arbeitszeit von jemand anderem erledigt wird, mit dem ich dann sozuagen zusammarbeiten würde? Mich interessiert die rechtliche Grundlage hierzu und was ich da machen kann, da ich in Kürze mit meinem Chef darüber reden möchte.

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Grundsätzlich haben Sie nach der Elternzeit einen Anspruch den alten Arbeitsplatz zu behalten. Während der Elternzeit können Sie unter folgenden Voraussetzungen eine Reduzierung der Arbeitszeit verlangen:

1.Der Arbeitgeber beschäftigt, unabhängig von der Anzahl der Personen in Berufsbildung, in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen,
2.das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder Unternehmen besteht ohne Unterbrechung länger als sechs Monate,
3.die vertraglich vereinbarte regelmäßige Arbeitszeit soll für mindestens zwei Monate auf einen Umfang zwischen 15 und 30 Wochenstunden verringert werden,
4.dem Anspruch stehen keine dringenden betrieblichen Gründe entgegen und
5.der Anspruch wurde dem Arbeitgeber sieben Wochen vor Beginn der Tätigkeit schriftlich mitgeteilt.

Dies ergibt sich aus § 15 VII BEEG. Aus Ihren Angaben wird nciht ganz klar, ob Sie einen solchen Antrag beim AG gestellt haben. Während der Elternzeit können Sie zweimal die Verringerung der Arbeitszeit verlangen. Es ist nach Ihrer Schilderung nicht eindeutig, ob der AG den Antrag zurecht abgelehnt hat. Notfalls sollten Sie nochmal einen schriftlichen Antrag stellen, falls keine Einigung erfolgt.

Selbst wenn Sie anderweitig beschäftigt werden, dann ist der AG verpflichtet Ihnen einen gleichwertigen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Dies ist offensichtlich nicht der Fall.

Der AG kann nicht einfach mitteilen das 25 Std.nicht ausreichen. Es müssen vielmehr dringende betriebliche Gründe vorliegen, was der AG im Streitfall beweisen müsste.

Bewertung des Fragestellers 01.10.2009 | 19:50

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