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Anbieten von Waren die nicht auf Lager sind

06.04.2011 23:26 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Ich möchte einen Onlineshop mit einem Nischenprodukt eröffnen. Wie viele andere stellt sich mir die Frage ob ich es schaffe den Wareneinkauf zu verkaufen und natürlich auch Gewinn zu erwirtschaften. Da bei diesem Nischenprodukt sehr hohe Investitionen notwendig sind um "ordentliche" Preise zu bekommen ist das Risiko sehr sehr hoch.
Meine Frage:
Ist es möglich einen Onlineshop mit allen Artikeln online zu stellen, diesen dann zu bewerben obwohl die Produkte nicht auf Lager sind. Um dann dem Kunden im Falle einer Bestellung mitzuteilen das die Produkte leider nicht auf Lager sind. Ich würde dem Kunden auch nicht die Möglichkeit geben das Geld zu überweisen. Kann man das z.B. in den AGB's so reinschreiben das man nicht verpflichtet ist die Ware auch ausliefern zu müssen? Ist dies rechtlich möglich?
Die Ausgaben für die Werbung (dem Test) sind um einiges geringer als den extremen Einkauf und dem der möglichen Fehlinvestition zu riskieren. Also im Grunde genommen möchte ich damit das Interesse testen. Deshalb die überlegung.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne nehme ich zu Ihrer Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt Stellung:

Ja, Sie können auch einen Artikel verkaufen, den Sie nicht auf Lager haben. Das ist kein Problem, solange Sie das auf der jeweiligen Produktseite auch kenntlich machen!

Sie können z. B. eine Formulierung wählen wie „Artikel derzeit nicht lagernd, Lieferzeiten von mehr als X Wochen sind zu erwarten" o. Ä.

Wenn Sie zur Lieferzeit nämlich nichts schreiben, kann der Käufer davon ausgehen, dass Sie die Ware auf Lager haben und sofort nach Zahlungseingang liefern können; können Sie das nicht, handeln Sie wettbewerbswidrig.

Sie können den Vertragsschluss per AGB so regeln, dass die Bestellung des Kunden als verbindliches Angebot anzusehen ist, an das er für eine bestimmte Zeit gebunden ist. Innerhalb dieser Zeit kann es dann durch eine Auftragsbestätigungs-E-Mail oder konkludent durch Lieferung angenommen wird. Wenn Sie dann keine Auftragsbestätigung schicken und auch nicht liefern, kommt eben kein Kaufvertrag zustande; dann müssen Sie auch nicht liefern.

Wenn Sie möchten, erstelle ich die nötigen AGBs für Ihren Online-Shop und prüfe diesen auf die für Sie relevanten Kennzeichnungs-, Informations- und Belehrungspflichten bzw. formuliere die erforderlichen Rechtstexte für Sie. In diesem Fall können Sie sich gerne per E-Mail mit mir in Verbindung setzen.

Ansonsten hoffe ich, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben, und wünsche Ihnen für Ihr Projekt viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Felix M. Safadi
Rechtsanwalt

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Allgemeine Hinweise:

Bitte erlauben Sie mir noch den obligatorischen Hinweis, dass es sich bei dieser Antwort lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des allein auf Ihren Angaben basierenden Sachverhalts handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Angaben kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

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