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Anbau abriss nach 50 Jahren

11.04.2012 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Guten Tag, meine Oma und mein Opa haben vor ca 50 jahren ein Haus gebaut mein Opa hat damals 2 kleine anbauten gemacht die beim bauamt nicht beantragt wurden. jetzt wurde das vordere grundstück verkauft und die architektin vom neuen Besitzer die vorne bauen möchten hat das haus von innen und aussen vermessen und die Dame hat festgestellt das der bau zu unrecht ist. mein opa ist nun aber schon eit 1 jahr tot meine oma wusste soll nun adavon nichts aber soll mit 76 jahren noch alle anbauten wieder abreißen und bekommt noch evt eine strafe ist dieses zurecht oder gibt es da auch so etwas wie eine verjährung ? vielen dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

zunächst einmal weise ich darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in der Regel nicht ersetzen kann.

Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise eine andere rechtliche Beurteilung zur Folge haben. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Grundsätzlich gibt es für sogenannte Schwarzbauten, das heißt Gebäude oder Gebäudeteile, die ohne Genehmigung gebaut, geändert oder erweitert wurden keinen Bestandsschutz.

Dies bedeutet, dass eine Baubehörde auch nach 30 Jahren noch den Abriss eines ohne Genehmigung errichteten Gebäudes verlangen kann.

Möglich wäre allerdings die nachträgliche Einholung einer Baugenehmigung. Diese sollte Ihre Oma unter Einreichung aller Unterlagen (insbesondere Pläne der Anbauten, u.Ä.) beantragen.

Die Genehmigungsfähigkeit der Anbauten wird dabei an den heute geltenden Vorschriften gemessen. Das bedeutet, eine nachträgliche Baugenehmigung wird nur erteilt, wenn die Anbauten dem aktuell geltenden Baurecht entsprechen.

Sofern die Anbauten allerdings nach heutigem Recht nicht genehmigungsfähig sein sollten, könnte Ihre Oma noch versuchen nachzuweisen, dass die Anbauten formell und materiell rechtmäßig, also genehmigungsfähig waren.

Dies wird allerdings wenn überhaupt nur mit relativ großem Aufwand und sicher auch nur mit anwaltlicher Hilfe möglich sein.

Nach dem derzeitigen Stand müsste Ihre Oma die Anbauten also im Falle eines entsprechenden Beseitigungsbescheides der Baubehörde abreißen lassen.

Sie sollte der schnell prüfen lassen, ob die Anbauten jetzt genehmigungsfähig sind und sie dann genehmigen lassen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Marcus Bade, Rechtsanwalt

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