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An- und Berechnung Wohnwertvorteil


| 11.03.2005 22:32 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Guten Abend,

weiter unten hatte ich schon eine Frage gestellt mit dem Titel "Trennungsunterhalt bei spezieller Eigenheimsituation". Aus der Antwort in Sachen Wohnwertvorteil ergibt sich für mich noch eine Nachfrage.
Mein Mann und ich leben, wie schon beschrieben, getrennt im eigenen Haus - und zwar beide. Wir haben das bisherige Einfamilienhaus (wieder) in zwei getrennte Wohneinheiten geteilt. Mein Mann trägt die Kreditbelastungen in Höhe von ca. 843 EUR.

Sehe ich das richtig, dass bei uns BEIDEN ein Wohnwertvorteil angerechnet werden müsste nach etwa folgender Berechnung (Beträge sind fiktiv, da ich die genauen Mieten und Kosten nicht parat habe; es geht mir vor allem um das BerechnungsSCHEMA):

Ehefrau: Wohnung à 60 qm = "Miete" von 300 EUR - davon abzuziehen Fixkosten wie Grundsteuer, Müll etc. von vielleicht 100 EUR = Wohnwertvorteil 200 EUR

Ehemann: Wohnung à 80 qm = "Miete" von 400 EUR - davon abzuziehen Fixkosten wie oben 100 EUR = Wohnwertvorteil 300 EUR

Diese beiden Wohnwertvorteile würden jeweils dem Einkommen dazugerechnet, während das übrige Berechnungsschema für die Errechnung des unterhaltsrelevanten Einkommens erhalten bliebe?

Frau: Arbeitseinkommen 1.188 EUR + Wohnwertvorteil 200 EUR ./. Fahrtkosten 188 EUR = 1.200 EUR bereinigtes Netto.

Mann: Arbeitseinkommen 3.476 EUR + Wohnwertvorteil 300 EUR ./. Fahrtkosten 247 EUR ./. Kredit Haus 843 EUR ./. anderer Kredit 255 EUR ./. Unterhalt Kind (nicht gemeinsam) 364 EUR = 2.068 EUR bereinigtes Netto.

Unterhalt = 3/7 der Differenz aus 2.068 EUR u. 1.200 EUR.

Falls diese Denkweise falsch ist, wie müsste der Rechenweg dann aussehen?

Und auf welcher Grundlage (Wohngeldtabelle?) wird die fiktive Miete ermittelt?


Vielen Dank im voraus an den/die Antwortende!

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Sehr geehrte Ratsuchende,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach den unterhaltsrechtlichen Leitlinien der Familiensenate der Oberlandesgerichte ist der Wohnwertvorteil durch mietfreies Wohnen im eigenen Heim grundsätzlich dem Einkommen hinzuzurechnen in Höhe des Betrages, um den der Mietwert die Aufwendungen für Betriebskosten, Zinsen und sonstige verbrauchsunabhängige Kosten übersteigt.

Dies gilt in Ihrem Fall selbstverständlich für Sie beide.

Ob der Berechnung der objektive Mietwert oder die Miete für eine den wirtschaftlichen Verhältnissen angemessene Wohnung zu Grunde gelegt wird, richtet sich insbesondere für die Zeit bis zur Scheidung nach den Umständen des Einzelfalls (vgl. BGH, NJW 2000, 2349 = FamRZ 2000, 950)

Der objektive Mietwert wird anhand des zumeist vorliegenden Mietspiegels, andernfalls durch Sachverständigengutachten zu ermitteln sein.

Im Übrigen gilt das zur Berechnung des Unterhaltes von der Kollegin heute vormittag bereits gesagte.



Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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