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An Rechtsanwalt Boukai, Fall bekannt!


30.08.2006 21:05 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Boukai!

Der Fall Ladendiebstahl oder nicht - Praxisbesitzerin, Großkunde Praktiker, Empfehlung eines Entschuldigungsbriefes, der wie folgt an den Geschäftsführer Liebe Praktiker Gesthofen per Einschreiben lautete:

"Einschreiben, Anlagen: 12 Blätter kopierte Kassenzettel über Euro 3.080.-"

"Sehr geehrter Herr Geschäftsführer Liebe,

mit Erschrecken, wegen meines bisher einwandfreien Leumundes, habe ich wahrgenommen, dass Sie tatsächlich gegen mich eine Anzeige wegen Ladendiebstahls erstattet haben.

Hiermit möchte ich mich noch einmal vielmals für meine Fehlhandlung bei Ihnen und dem Praktikerteam entschuldigen!

Es geht bei uns derart turbulent zu, Praxisumbau, ect. und ich stand auch damals, wie ich Ihnen mitteilte, sehr unter Zeitdruck, hatte durch den Vorfall, Patienten nicht behandeln können!

Wie Sie anhand beiliegender Kopien (nur ein Teil der Einkäufe bei Ihnen) sehen, bin ich guter Kunde, es werden z.B. gerade 100 - 150 Meter Wasserleitungen verlegt, Marley-System, wie komme ich jetzt an die Zubehörteile?

Mit dem Lochsägenteil verhielt es sich folgendermaßen: lt. Kopie habe ich den 7-teiligen Lochsägensatz bei Ihnen und im Bauhaus 2x schon früher gekauft, der kleinste Aufsatz wurde durch Eisenbohrung stumpf. Ich suchte bei Ihnen nach diesem Einzelteil um nicht wieder den gesamten Satz kaufen zu müssen, fand es nicht, nahm dieses Teil vom Gesamtsatz, legte es offen in den Einkaufswagen, an der Kasse aber nicht aufs Band.

Ich möchte nochmals, wie schon dem Dedektiv mitgeteilt, betonen, dass das Lochsägenteil, auf keinen Fall, wie von ihm beschríeben, in einer Verpackung versteckt wurde, es lag sichtbar im Wagen und wäre auch bezahlt worden, das ist die 100-ige Wahrheit, ansonsten soll mich auf der Stelle der Schlag treffen! Ich habe es nicht aufs Band gelegt, der Kassierer hat es nicht gesehen. Ich bin mit ca. Euro 300.- gekommen, hätte den geringen Betrag von vielleicht 2-3 Euro selbstverständlich bezahlen können.
Bin mir nun über die möglichen Folgen bewußt geworden und deswegen werde ich in Zukunft an der Information oder per Telefon solche Sachen klären!

Ich bitte Sie inständig die Anzeige gegen mich zurückzunehmen! Mein Anwalt sagt, dies ist möglich!

Ich bin Ihrem Geschäft auch schon oft mit Bestellungen-Lieferverzögerungen-Handwerkerumbestellung entgegengekommen, erst kürzlich hieß es, ich solle zur Fensterbestellung in den Markt kommen, doch Herr Uzmaz kannte sich mit den 3 Fenstern unter anderem einer Tür mit behindertengerechter Bodenschwelle nicht aus, daraufhin Gespräch mit Chef, der sich über die Unfähigkeit des Mitarbeiters wunderte, die Bestellung nicht ausführen zu können und mich daraufhin bat, nochmal in den Markt zu kommen, mir würden in dem Fall auch nach der Aktion 20% gutgeschrieben.

Ich bitte um Ihr Entgegenkommen wegen dieser Dummheit nicht meinen unbeschmutzten Leumund anzugreifen, ich habe öfter ohne großes Aufsehen mit Zeit und Geld verbundene Umstände bei Ihnen hingenommen.
Außerdem würde ich gerne weiterhin bei Ihnen guter Kunde sein!

Mit freundlichen und hoffenden Grüßen"

Keinerlei Antwort erfolgte! Auf meinen Anruf und Nachfrage nach Reaktion auf diesen Brief, sagte Herr Liebe in jedem Praktiker Markt stehe, dass jeder Ladendiebstahl zur Anzeige gebracht würde, er sei dazu verpflichtet und könne die Anzeige des Bestechungsverdachtes wegen nicht einfach zurückziehen, glaube mir aber. Wenn die Polizei nicht weiter an mich herantritt, ist für ihn der Fall erledigt.

Vor ca. 3 Wochen Anruf von , Polizei , ich solle zur Vernehmung vorbeikommen, ich sagte ich wolle eine Zurückziehung der Anzeige von Herrn Liebe erreichen, melde mich dann wieder. Heute wieder Telefonat mit Polizei, ich sagte die Sache ist für Herrn Liebe erledigt, wenn Sie die Sache nicht weiter verfolgen, er entgegnete, dies geht nicht die Anzeige liege ja vor und ich solle sofort vorbeikommen, es wurde kommenden Montag vereinbart, zum Verhör vorbeizukommen.

Frage an Sie: Kann man die Polizei z.B. mit kostenlosem Behandlungsangebot dazu bringen, so was unter den Tisch fallen zu lassen, ich könnte ja ein Einschreiben mit entsprechendem Inhalt verfassen bzw. muß ich persönlich zur Aufnahme erscheinen, ich will mich nicht noch weiter ins Boxhorn jagen lassen!!! Für so eine lächerliche Bagatelle!!!

In negativem Fall, soll ich ein Einschreiben an den Vorstand Praktiker senden, mit der Briefkopie des Briefes an Herrn Liebe, in der Hoffnung dass dieser die Anzeige zurückzieht, da man ja normalerweise einen guten Kunden wegen so was nicht gleich anzeigt, ist für mich sowieso unverständlich, ich würde dies aus Geschäftsgründen nicht tun und bei mir ist auch schon einiges gestohlen worden.

Die Polizei droht, wenn ich nicht vorbei komme, würde der Fall an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Wie lange kann ich denn Aufschub verlangen???

Herzlichen Dank für die Beantwortung aller meiner Fragen,
da kann man schon verzweifeln!!!


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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in).



Solange die Strafanzeige nicht zurückgezogen wird geht die Sache sowieso an die Staatsanwaltschaft.

Im Übrigen sind Sie als Beschuldigte(r) nicht verpflichtet der Einladung der Polizei zu folgen. Mehr als Angaben zur Person (Name, Geburtsdatum, etc.) müssen Sie nicht machen.

Obwohl es sich um eine wirklich geringwertige Sache handelt sollte hier mit Bedacht vorgegangen werden. Das Beste wäre es nach wie vor wenn die Strafanzeige zurückgezogen wird. Bitte sehen Sie von weiteren Angeboten bezügl. von kostenfreien Behandlungen an die Beteiligten ab. Dies könnte missverstanden werden und weitere Folgen nach sich ziehen. Im Idealfall beauftragen Sie einen Verteidiger und sehen von weiteren Schritten Ihrerseits ab bevor dieser keine Aktenseinsicht erhalten hat.



Mit freundlichen Grüßen,



Andreas M. Boukai

- Rechtsanwalt -
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