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An Ebay Betrug geraten - Soll ich nun vom Rückgaberecht profitieren oder eine Betrugsanzeige aufgebe


27.12.2005 21:36 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Ich habe für meine Frau einen teuren Diamantring (1710 Euro) ersteigert. Die Bezahlung und Lieferung erfolgte über den ebay Treuhandservice.

Nachdem ich den Ring am Liefertag einem Juwelier zeigte, stellte der fest, das der Stein gesprungen ist und nicht die in der Auktion und auf dem Zertifikat (vermutlich gefälscht) genannte Reinheit hat. In der Auktion wurde von einem neuen Ring mit einem 14 Tägigen Rückgaberecht geschrieben.

Ich bin vermutlich einem Betrüger auf den Leim gegangen. Ich habe daher den Treuhandservice angewiesen das Geld nicht auszuzahlen. Auf 2 Emails an den Verkäufer (am Liefertag 20.12. und am nächsten Tag) hat dieser bisher nicht reagiert. In den Emails habe ich dem Verkäufer meinen Rücktritt vom Kauf erklärt.

Soll ich den Ring zurückschicken? Oder besser eine Betrugsanzeige machen und eine Schadensersatzklage für den Schaden, der mir bisher (Porto- und Treuhangkosten ca. 70 Euro) entstanden ist? Den Ring müßte ich dann wohl als Beweisstück der Polizei geben.

Ich befürchte, das der Verkäufer die Behauptung aufstellen wird, das der Ring in Ordnung war. Wie soll ich mich verhalten?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne wie folgt:

Mir scheinen die Probleme hier weniger im Rechtlichen, sondern mehr in der Beweisfrage und dem weiteren Vorgehen zu liegen.

Denn mit Ihrem Bericht hat der Verkäufer offenbar eine mangelhafte Ware geliefert, auch wird von Arglist auszugehen sein. Sie haben deswegen die dem Kaufer zustehenden Rechte auf Rücktritt und Schadensersatz (Nachbesserung dürfte hier kaum in Betracht kommen).

Wichtig ist aber, dass Sie den Mangel BEWEISEN können. Hinsichtlich der Beschädigung ist dies nicht ganz einfach, hinsichtlich der von Ihnen vermuteten mangelnden Reinheit schon eher, Sie müssten dies –zB durch den Juwelier- bewirken lassen, was natürlich auch mit Ausgaben, welche erst einmal Sie treffen, verbunden sein wird.

Da hier nach Ihrer Schilderung von einem betrügerischen Handeln auszugehen ist, würde ich auf „Nummer Sicher“ gehen und noch einmal in „gerichtsfester“ Form (Einschreiben/R) den Rücktritt bestätigen und um eine Adresse für die Rücksendung bitten. Auf Grundlage der Reaktion können Sie dann entscheiden, ob eine Strafanzeige geboten und das Einklagen Ihres Schadens wirtschaftlich vernünftig ist.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zur Verfügung, Sie können mir auch gerne den Link zusenden, ich prüfe dann, ob ich zu einer weitergehenden Beurteilung und Handlungsempfehlung komme.


Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

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