Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
495.861
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

An-, Ab-, Ummeldungen

19.11.2012 11:25 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Ist es möglich, in Deutschland Nebenwohnsitz zu haben und in USA Hauptwohnsitz, oder in Deutschland Hauptwohnsitz gemeldet zu bleiben, da man immer wieder zurück kommt, und in USA zu wohnen und arbeiten. Bitte Auskunft von fachlich spezifisierten Anwalt. Danke

Sehr geehrter Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Die Frage richtet sich nach dem Meldegesetz des Bundeslandes, in dem Sie in Deutschland Ihre Wohnung unterhalten. Ich unterstelle, dass dies das Bundesland ist, in dem auch der Ort liegt, den Sie zu Abrechnungszwecken in das System dieser Plattform eingegeben haben.

Dort ordnet § 15 an, dass derjenige, der eine Wohnung bezieht, sich bei der Meldebehörde anzumelden hat. Abmelden muss sich nur derjenige, der ins Ausland verzieht, ohne eine andere Wohnung im Inland zu beziehen. Da Sie dauerhaft eine Wohnung in Deutschland unterhalten möchten, müssen Sie sich also nicht abmelden.

Die Differenzierung Haupt- und Nebenwohnsitz wird in § 17 nur vorgenommen, wenn sich beide Wohnungen im Inland befinden. Dies ist bei Ihnen ja nicht der Fall.

Zusammenfassend können Sie also in Deutschland einen Wohnsitz behalten und dort angemeldet bleiben, auch wenn Sie in den USA wohnen und arbeiten und dort die meiste Zeit verbringen.

Eine andere Frage ist, welche Auswirkungen der Wohnsitz in Deutschland auf Ihre Steuerpflicht hat. Da ich annehme, dass Sie in den USA ein Arbeitsverhältnis zu einem amerikanischen Arbeitgeber eingehen wollen, ist dieses Einkommen gemäß Art. 15 des Doppelbesteuerungsabkommen grundsätzlich in den USA zu versteuern. Sollten Sie jedoch noch andere Einkünfte, z.B. aus Sparanlagen haben, könnte der Wohnsitz in der BRD steuerliche Auswirkungen haben. Hier sollten Sie sich steuerlich beraten lassen zum Einen von einem deutschen Steuerberater und zum anderen von einem amerikanischen Steuerberater mit Sitz dem Bundesstaat, in dem Sie sich in den USA niederlassen möchten, und die für Sie beste Lösung ermitteln.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler, Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 19.11.2012 | 16:14

Danke für die Beantwortung soweit. Wie verhält es sich im Zusammenhang Hessen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.11.2012 | 16:24

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Unter Zugrundelegung des hessischen Meldegesetzes ändert sich an meiner Antwort nichts. Die Vorschriften sind zwar etwas anderes nummiert, so ist die in § 15 enthaltene Regelung jetzt in § 13 und die Differenzierung zwischen Haupt- und Nebenwohnung in § 16. Die Vorschriften sind jedoch inhaltlich identisch. Daher verbleibt bei meinem oben bereits mitgeteilten Ergebnis.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 63304 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Hervorragende sehr hilfreiche Antwort! Danke! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles wunderbar, prompte Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für Ihre ausgesprochen kompetente und umfassende Bewertung des Sachverhalts. Sie haben mir für mein weiteres Vorgehen in der unerfreulichen Angelegenheit sehr geholfen. ...
FRAGESTELLER