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Amazon Bestellung storniert: Inkasso ohne Rechnung

| 01.03.2014 11:59 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Guten Tag,

ich habe vor ca 6 Monaten etwas bei Unternehmen U bestellt fuer 600E, und nach 3 Tagen ohne Reaktion storniert. Darauf rief mich U an und ueberzeugte mich die Bestellung doch noch zu nehmen. (Wortaustausch in etwa: wir koennen doch liefern, wollen sie Bestellung nicht doch? Ich: Ja, ok).

Da die Amazon Bestellung storniert war, buchte mir Amazon kein Geld ab. Ich erhielt auch keine Rechnung. 3 Monate spaeter kam eine Mahnung, die ich ignorierte, auf Amazons Richtlinien hin dass Nebenforderungen ungueltig sind. Ausserdem hatte ich ja keine Rechnung.

Mahnung ignorieren resultiert natuerlich in Inkasso. U wird wahrscheinlich selbst nicht wissen dass sie keine Rechnung verschickt haben. Sie wirken eher schlecht organisiert. Da ich immernoch nicht weiss wo ich eigentlich wem Geld bezahlen soll, sehe ich auch nicht ein irgendwelche Inkasso Gebuehren (200E) zu bezahlen.

Wie reagiere ich am besten? Habe bereits dem Inkasso Buero (creditreform) geschrieben sie sollen mir erstmal die Hauptforderung schicken, da wird ja wohl ein Datum draufstehen.

U schreibe ich jetzt nochmal, sie sollen mir endlich eine Rechnung schicken. Erfahrungsgemaess reagieren die aber eh nicht. An ein Inkasso Buero verkaufen ist viel bequemer.

Nochmal, die Hauptforderung ist rechtens, und ich wuerde sie gerne bezahlen, nur wohin? Amazon will kein Geld von mir da keine Bestellung existiert, Unternehmen U antwortet nicht, und Inkasso Buero will Gebueren von mir die ich nicht einsehe (200E).

Sehr geehrter Fragesteller,

Bei der Beantwortung der Frage gehe ich davon aus, dass Ihnen die Kontodaten von U zumindest seit Erhalt der Mahnung bekannt sind. Sollte diese Annahme unzutreffend sein, stellen Sie dies bitte in der Nachfragfunktion klar.

Dies vorausgeschickt beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Soweit die Forderung Ihrer Kenntnis nach nicht an das Inkassobüro abgetreten wurde, können Sie sowohl an dieses als auch an U befreiend leisten (vgl. § 407 BGB). Es ist demnach gleichgültig, an wen Sie die Zahlung vornehmen. Da das Bestehen der Hauptforderung unstreitig ist, sollten Sie dies auch sobald wie möglich tun und nicht erst nach Rechnungserhalt. Die Rechnungsstellung ist nämlich keine Fälligkeitsvoraussetzung. Wenn Sie an das Inkassobüro zahlen, können Sie die Zahlung auch zunächst erstmal auf die Hauptforderung beschränken.

Zur Zahlung der Inkassokosten sind Sie darüber hinaus nur dann verpflichtet, wenn Sie sich in Verzug befunden haben. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie zur Zahlung aufgefordert wurden und dass Ihnen eine Zahlungsfrist gesetzt wurde. Dafür dass, Sie eine solche Mahnung erhalten haben, ist U beweispflichtig.

Wie Sie schreiben, haben Sie die Mahnung jedoch erhalten. Nach Ablauf der dort genannten Frist haben Sie sich in Verzug befunden. Damit haben Sie auch die Inkassokosten als Verzugsschaden zu zahlen. Die Höhe erscheint mir jedoch überzogen. Bei der Höhe der Hauptforderung dürften allenfalls etwa 150,00 € verlangt werden, da dies dem anwaltlichen Gebührensatz entspricht und das Inkassobüro keine höheren Gebühren verlangen darf.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 01.03.2014 | 13:12

Vielen Dank fuer die Antwort. Die Kontodaten sind mir tatsaechlich bekannt aus der Mahnung. Nur nochmal um Sicherzugehen: An der Inkasso Forderung ist nichts angehaengt was beweisst dass die Creditreform ueberhaupt zum Eintreiben berechtigt ist. Weder Rechnungsnummer (existiert ja nicht, da keine Rechnung), noch Vollmacht. Es koennte sich aus meiner Sicht also auch um Betrug handeln. Es steht nur da "Schriftwechsel ist nur mit uns zu fuehren, und Zahlungen nur an uns zu leisten".

Ich gehe also kein Risiko ein wenn ich einfach an Firma U bezahle, und mich spaeter separat um die Inkassogebueren streite?

Letztendlich ist das einzige Schriftstueck dass die Ware mit einem berechtigten Glaeubiger in Verbindung bringt, die Mahnung.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.03.2014 | 13:20

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie können an U zahlen. § 407 BGB ist hier eindeutig. Sie sollten dem Inkassobüro allerdings hierüber Mitteilung machen. Dies können Sie auch unter Hinweis auf die nicht vorliegende Vollmacht geschehen.

Mit freundlichen Grüßen,


A. Meyer

Bewertung des Fragestellers 01.03.2014 | 13:21

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