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Am Steuer eingeschlafen/Versicherungsschutz Vollkasko

| 05.04.2021 17:08 |
Preis: 60,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Ich bitte um Beantwortung durch einen Rechtsanwalt, der in vergleichbaren Fällen bereits mit der Versicherung "VHV Versicherungen" zu tun hatte.
Gestern geriet ich auf dem Rückweg von einem Besuch bei Freunden gegen Mitternacht in Sekundenschlaf. Bei Fahrtantritt fühlte ich mich nicht müde, ich habe auch eine Pause zwischendurch gemacht. Ich streifte die Leitplanke der Autobahn. Die ganze Seite an meinem Fahrzeug ist beschädigt, ich konnte jedoch noch weiterfahren. Der Vorgang wurde nicht von der Polizei aufgenommen. Alkohol oder Drogen habe ich nicht konsumiert.
In meinem Versicherungsvertrag findet sich unter der Rubrik "Kaskoversicherung - Schäden an Ihrem Fahrzeug" zur Frage: "Was ist nicht versichert?" folgende Formulierung zu Vorsatz und grober Fahrlässigkeit: "....Bei grobfahrlässiger Herbeiführung des Schadens verzichten wir Ihnen gegenüber gänzlich auf den Einwand der grob fahrlässigen Herbeiführung des Versicherungsfalls.".
Wie sieht Ihre konkrete Erfahrung in der Abwicklung derartiger Schadensfälle bei meinem Versicherer aus?
06.04.2021 | 20:12

Antwort

von


(179)
Rossmarkt 194
86899 Landsberg
Tel: 08191/3020
Web: http://www.kanzlei-am-rossmarkt.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider schreiben Sie nichts zu dem wichtigen Aspekt, wann Sie los gefahren sind und wie lange Sie bereits unterwegs waren, als sich der Unfall ereignet.

Bei Schäden am eigenen PKW ist die Kaskoversicherung dem Grunde nach eintrittspflichtig.

Wenn sie nicht in jedem Fall zahlt, hängt das mit dem Unfallverlauf und seiner Vorgeschichte zusammen, wobei die eigene Schilderung häufig entscheidend ist, weil die Kaskoversicherung daraus ableitet, wie der Schaden entstanden ist.

Eine Voll- oder Teil­kas­ko­ver­si­che­rung kann sich weigern, einen Schaden voll zu übernehmen, wenn der Schaden grob fahrlässig verursacht wurde.

Bei Drogen- oder Trunkenheitsfahrten ist das relativ einfach zu beurteilen oder nachzuweisen. Bei einem Verstoß gegen die StVO muss objektiv eine das normale Maß der Sorgfaltspflicht verletzende Handlung vorliegen: Grob fahrlässig beinhaltet ein Verhalten ohne Sorgfalt, wie sie jedem Verkehrsteilnehmer als selbstverständlich einleuchten müsste [BGH, Urteil vom 29.01.2003
(Az. IV ZR 173/01)].

In Ihrem Versicherungsvertrag ist der Einwand des grobfahrlässigen Verhaltens offenbar ausgeschlossen.

M.E. käme es dennoch auf die Unfallschilderung an, um keine Risiken einzugehen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Helge Müller-Roden
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 09.04.2021 | 10:24

Sehr geehrter Herr RA,
Sie wollten noch Angaben zur Vorgeschichte des Schadens: ich habe die Fahrt angetreten am 04.04.2021 gegen 20.00 Uhr (war also etwas über 4 Stunden unterwegs). Ich habe regelmäßig Pausen eingelegt (zwei Pausen - jeweils nach ca. 1,5 Stunden Fahrtzeit). Ich habe bei mir vor dem Anprall an die Leitplanke keine Zeichen von Müdigkeit bemerkt.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.04.2021 | 11:18

Abgesehen davon, dass Sie die Pausen wahrscheinlich nicht beweisen werden konnten (etwa durch Belege einer Ratsstätte oder Tankstelle) erachte ich eine 4-stündige Reise auch ohne Pausen nicht als so außergewöhnlich, dass eine grobe Fahrlässigkeit unterstellt werden kann.

Sie sollten sich wehren!

Bewertung des Fragestellers 09.04.2021 | 11:38

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"Die Antwort geht auf einen wichtigen Aspekt nicht ein: wie macht man der Versicherung einen Kasko-Schaden plausibel, wenn keine polizeiliche Unfallaufnahme (Schaden an Leitplanke?) stattgefunden hat? Aufgrund einer Selbstanzeige im Nachhinein bei der Polizei habe ich dieses Problem gelöst, aber einen entsprechenden Hinweis hätte ich schon erwartet. Die erste Antwort fand ich eher oberflächlich - die angegebene Rechtsprechung war schon aus einer früheren Anfrage her aus dem Forum bekannt."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 09.04.2021
3,2/5,0

Die Antwort geht auf einen wichtigen Aspekt nicht ein: wie macht man der Versicherung einen Kasko-Schaden plausibel, wenn keine polizeiliche Unfallaufnahme (Schaden an Leitplanke?) stattgefunden hat? Aufgrund einer Selbstanzeige im Nachhinein bei der Polizei habe ich dieses Problem gelöst, aber einen entsprechenden Hinweis hätte ich schon erwartet. Die erste Antwort fand ich eher oberflächlich - die angegebene Rechtsprechung war schon aus einer früheren Anfrage her aus dem Forum bekannt.


ANTWORT VON

(179)

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